Kampf gegen den Ärztemangel Die Zürcher Regierung segnet überkantonale Medizinausbildung ab

Der Kanton Zürich gibt grünes Licht für die Zusammenarbeit der Universität Zürich mit den Hochschulen St. Gallen, Luzern und Tessin. Er hat den vertraglichen Regelungen zugestimmt. Ziel der Zusammenarbeit sind zusätzliche Studienplätze, um den Ärztemangel in der Schweiz zu bekämpfen.

Ein Arzt sitzt hinter einem Modell-Herz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Universität Zürich spannt bei der Ärzteausbildung mit anderen Hochschulen zusammen. Keystone

Die Ausgangslage:

Der Bundesrat will den Ärztemangel in der Schweiz bekämpfen und hat 100 Millionen Franken für zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt. Damit sollen 1300 Humanmediziner im Jahr ausgebildet werden - bisher waren es 900. Das Interesse an diesen Geldern ist hoch, auch aus dem Kanton Zürich.

Die Situation im Kanton Zürich:

Die Universität Zürich bietet ab dem Studienjahr 2017/2018 deutlich mehr Plätze für das Medizinstudium an. So soll auf Geheiss der Zürcher Regierung die Kapazität auf Bachelorstufe um 72 auf 372 Studienplätze erhöht werden. Möglich macht das eine Kooperation mit Hochschulen in anderen Kantonen. Das so genannte Bildungsnetzwerk Humanmedizin umfasst neben dem Zürcher Universitätsspital die ETH Zürich sowie die Hochschulen in St. Gallen, Luzern und dem Tessin.

Die Neuentwicklung:

Nun hat der Zürcher Regierungsrat der Zusammenarbeit zugestimmt. Die vertraglichen Regelungen zwischen den Hochschulen und den Spitälern liegen vor. Sie sehen verschiedene Formen der Zusammenarbeit vor, die der Regierungsrat nun gutgeheissen hat.