Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen «Die Zürcher Regierung war der härteste Teil meiner Karriere»

Nach 40 Jahren in der Politik verabschiedet sich Verena Diener im nächsten Herbst von der politischen Bühne. Sie ist stolz, konnte sie im Ständerat noch einige Pflöcke einschlagen, wie beispielsweise der Kompromiss bei der Ausschaffungsinitiative.

Legende: Audio «Zürcher Ständerätin Verena Diener (8.2.2015)» abspielen. Laufzeit 3:34 Minuten.
3:34 min

Die Erleichterung war hörbar, als Verena Diener am Montag ihren Rücktritt öffentlich machen konnte. Die Tatsache, dass sie sich zu einem Rücktritt entschlossen hatte und die Medien aber davon ausgingen, dass sie als Ständerätin weitermacht, war Diener sehr unangenehm. «Es war mir peinlich», erzählt die GLP-Ständerätin als Wochengast «schliesslich glauben die Leute oftmals, was in den Zeitungen steht».

Harte Zürcher Zeiten

Verena Diener wurde 1987 ohne politische Erfahrung in den Nationalrat gewählt. Damals noch für die Grüne Partei. «Ich wusste nicht einmal was einen Motion ist», gesteht sie. Dass sie danach ihr Leben mit und in der Politik verbringen würde, hätte die 65-jährige damals nicht geglaubt. 1995 wurde Diener in die Zürcher Regierung gewählt, wo sie das reformbedürftige Gesundheitsdepartement übernahm. Mit der Schliessung von Regionalspitäler und Diskussionen um die Spitzenmedizin verschaffte sie sich damals mehr Feinde als Freunde. Rückblickend sagt Diener deshalb: «Es war der härteste Teil meiner beruflichen Tätigkeit». Bereut habe sie es jedoch nie. Manche Dinge würde sie jedoch anders handhaben. So würde sie beispielsweise auch mal um Hilfe fragen.

Sie bleibt der GLP erhalten

Nach ihrem Rücktritt möchte sich Verena Diener aus der aktiven Politik zurückziehen. Den Fokus auf andere Dinge richten. Ihrer Partei, den Grünliberalen, bleibe sie aber enthalten.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Baumann, 4123 Allschwil
    ich bin sehr enttäuscht von Frau Diener, sie hat die grüne Bewegung verraten. Nicht nur das sie hat ihre wahre politische Einstellung Jahre lang die Wähler getäuscht. Im Grunde war ihre Heimat immer so zwischen SVP und FDP auch als Regierungsrätin hat sie viele Millionen in den Sand gesetzt und der ruf von Unispital hat gelitten. Die Schliessung von der Psychiarteischen Klinik Alt-Rheinau sind viele Fragen offen geblieben und haben einen bittern Nachgeschmak hinterlassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Wichtig ist nur, dass sie geht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Sandra Sutter, Erlenbach
    Politikerinnen haben diesen Betroffenheitsblick so gut drauf. Dieser Trick «Ich bin eine Frau, ich meine es gut mit dir, ich könnte deine Mutter sein» wird den Frauen an Medientrainings beigebracht. Wenn ich so etwas sehe, wende ich mich ab.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen