«Die Zürcher Regierung war der härteste Teil meiner Karriere»

Nach 40 Jahren in der Politik verabschiedet sich Verena Diener im nächsten Herbst von der politischen Bühne. Sie ist stolz, konnte sie im Ständerat noch einige Pflöcke einschlagen, wie beispielsweise der Kompromiss bei der Ausschaffungsinitiative.

Die Erleichterung war hörbar, als Verena Diener am Montag ihren Rücktritt öffentlich machen konnte. Die Tatsache, dass sie sich zu einem Rücktritt entschlossen hatte und die Medien aber davon ausgingen, dass sie als Ständerätin weitermacht, war Diener sehr unangenehm. «Es war mir peinlich», erzählt die GLP-Ständerätin als Wochengast «schliesslich glauben die Leute oftmals, was in den Zeitungen steht».

Harte Zürcher Zeiten

Verena Diener wurde 1987 ohne politische Erfahrung in den Nationalrat gewählt. Damals noch für die Grüne Partei. «Ich wusste nicht einmal was einen Motion ist», gesteht sie. Dass sie danach ihr Leben mit und in der Politik verbringen würde, hätte die 65-jährige damals nicht geglaubt. 1995 wurde Diener in die Zürcher Regierung gewählt, wo sie das reformbedürftige Gesundheitsdepartement übernahm. Mit der Schliessung von Regionalspitäler und Diskussionen um die Spitzenmedizin verschaffte sie sich damals mehr Feinde als Freunde. Rückblickend sagt Diener deshalb: «Es war der härteste Teil meiner beruflichen Tätigkeit». Bereut habe sie es jedoch nie. Manche Dinge würde sie jedoch anders handhaben. So würde sie beispielsweise auch mal um Hilfe fragen.

Sie bleibt der GLP erhalten

Nach ihrem Rücktritt möchte sich Verena Diener aus der aktiven Politik zurückziehen. Den Fokus auf andere Dinge richten. Ihrer Partei, den Grünliberalen, bleibe sie aber enthalten.