Dübendorf bleibt beim SKOS-Austritt

Der Sozialvorsteher von Dübendorf hat seine Kompetenzen überschritten. Vor vier Monaten hat er alleine entschieden, dass Dübendorf aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) austritt. Eine Entscheidung, die er nicht hätte fällen dürfen.

Erst hat der Sozialvorsteher von Dübendorf die SKOS lauthals kritisiert und danach den Austritt von Dübendorf erklärt. Damit hat der Sozialvorsteher seine Kompetenzen klar überschritten, schreibt der Stadtrat vier Monate später in einer Antwort an das Dübendorfer Parlament. Der Gesamtstadtrat hätte diesen Entscheid fällen müssen, so die Bilanz. Trotzdem, Stadtpräsident Lothar Ziörjen sieht keinen Grund den Austritt rückgängig zu machen, da eine Mitgliedschaft oder einen Austritt keinen Einfluss auf die Sozialhilfebezüger selbst habe.

Man wolle jetzt in Dübendorf sachlich über Sozialhilfe diskutieren, versichert Lothar Ziöjren im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Und die Kommunikation zwischen dem Stadtrat und der selbständigen Sozialhilfebehörde verbessern.

SP Dübendorf ist unzufrieden

Diese Absichtserklärung reicht Hans Baumann von der SP Dübenorf nicht. Für ihn ist dieser Austritt ganz klar ein politisches Instrument des SVP Sozialvorstehers von Dübendorf. Die SP Dübendorf überlegt sich deshalb im Parlament einen Vorstoss zu lancieren, der einen Wiedereintritt in die Schweizerische Sozialhilfekonferenz fordert.