Ehemaliger SVP-Gemeinderat Mario Babini muss vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft klagt den Zürcher Stadtparlamentarier an wegen Drohung, Tätlichkeiten, Hausfriedensbruches und Sachbeschädigung. Babini war drei Monate lang in Untersuchungshaft und wurde von der SVP aus der Fraktion ausgeschlossen.

Mario Babini vor dem Zürcher Gemeinderat Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mario Babini will trotz der Vorwürfe im Gemeinderat bleiben - im Moment als parteiloser. Keystone/Collage SRF

Die Staatsanwaltschaft wirft Mario Babini vor, er habe Ende Juni einen Barmann geschlagen und ihm gedroht, er kehre mit einer Waffe zurück in die Bar. Zudem soll Mario Babini bereits im Mai eine Bierflasche gegen die Windschutzscheibe eines fahrenden Autos geworfen haben - angeblich, um den Autofahrer darauf aufmerksam zu machen, dass er ohne Licht fahre. Und Mario Babini soll ohne Bewilligung eine leere Wohnung betreten haben, welche er an eine Kinderkrippe vermietet hatte, und dort Sachen beschädigt haben.

Die Staatsanwaltschaft I hat deshalb Anklage erhoben wegen Drohung, Tätlichkeiten, mehrfachen Hausfriedensbruches und mehrfacher Sachbeschädigung.

Babini will im Parlament bleiben

Nicht weiter untersucht wird der Vorwurf, Mario Babini habe einen Gast mit einem Messer bedroht. Der Geschädigte habe keinen Strafantrag gestellt, schreibt die Staatsanwaltschaft.

Für Mario Babini gilt die Unschuldsvermutung. Er sprach im Zusammenhang mit den Vorfällen in einem früheren Interview mit dem «Regionaljournal» von Lappalien. Seinen Sitz im Stadtparlament will er behalten, wie er am Montag erneut bestätigte.