Zürcher Stadtratswahlen 2018 Ein Duo soll es für die SVP richten

Mit Susanne Brunner und Roger Bartholdi will die Stadtzürcher SVP einen Sitz in der Regierung erobern. Damit bleiben für die FDP zwei Plätze auf dem bürgerlichen Fünferticket.

Ein Mann in Anzug und Krawatte und eine Frau in blauem Kleid sitzen an einem hellen Tisch und blicken in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dieses Duo soll es für die SVP richten: Susanne Brunner und Roger Bartholdi. SRF

Die 45-jährige Susanne Brunner und Roger Bartholdi (48), sie sollen beinahe Historisches schaffen: Für die SVP nach fast drei Jahrzehnten wieder einen Sitz in der Stadtregierung holen. Seit dem Rücktritt von Kurt Egloff im Jahr 1990 ist die Partei nicht mehr in der Stadtzürcher Exekutive vertreten.

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Zu den Personen

Susanne Brunner arbeitet bei Economiesuisse in Bern. 2008 bis 2011 war sie im Zürcher Kantonsrat. Aktuell ist sie Vizepräsidentin der städtischen SVP.

Roger Bartholdi sitzt seit 2002 im Zürcher Stadtparlament. Bis im Mai war er für ein Jahr Präsident des Gemeinderates. Er arbeitet seit 28 Jahren bei der UBS.

Die ehemalige Kantonsrätin und aktuelle Vizepräsidentin der städtischen SVP ist sich bewusst, dass dies keine leichte Aufgabe ist: «Mir geht es darum, anzutreten und zu kämpfen. Und ich denke, es gibt genügend Wählerinnen und Wähler in der Stadt, die eine SVP-Vertreterin in der Regierung wollen.»

Auch Roger Bartholdi, der an ihrer Seite zu den Wahlen von nächstem Frühling antritt, gibt sich optimistisch. Der Banker ist seit 2002 im Stadtzürcher Parlament und war bis im Mai gar dessen Präsident: «Als Gemeinderatspräsident bin ich es gewohnt, die Stadt Zürich zu repräsentieren. Ausserdem haben mich viele Leute aus anderen Fraktionen ermutigt, anzutreten.»

Die definitive Nominierung der Kandidierenden geschieht an der Delegiertenversammlung der Stadtzürcher SVP am 4. Juli.

Dass die SVP mit zwei Kandidaten antritt und nicht nur mit einem, war für Parteipräsident Mauro Tuena klar. «Wir wollen die rot-grüne Mehrheit im Stadtrat knacken. Dazu braucht es fünf Bürgerliche. Und als wählerstärkste Partei stehen uns zwei Plätze zu.»

Zwei Plätze für die SVP, zwei für die FDP und einer für die CVP

Für die bürgerliche Bündnispartnerin FDP bedeutet dies, dass einer ihrer neuen Kandidaten über die Klinge springen muss. «Die Delegierten müssen entscheiden, wen sie neben dem Bisherigen Filippo Leutenegger ins Rennen schicken», sagt Parteipräsident Severin Pflüger. Entweder Nationalrätin Doris Fiala oder den langjährigen Gemeinderat Michael Baumer.

«  Eine Dreier-Kandidatur ist für die FDP vom Tisch »

Severin Pflüger
Präsident FDP Stadt Zürich

Die FDP-Delegierten entscheiden am kommenden Dienstag, wen sie definitiv nominieren. Die CVP-Kandidatur wird anfang Juli definitiv. Zur Wahl stellen sich die ehemalige Kantonsrätin Nicole Barandun und Gemeinderat Markus Hungerbühler.