Ein Glockenturm für «Brothuuse»

Seit einem Jahr betreibt Pfarrer Ernst Sieber in Zürich-Affoltern eine Wohngemeinschaft für Randständige. Nun soll «Brothuuse» ausgebaut werden. Ein Atelier, ein Gartenhaus und eine Glocke sind geplant. Schwierigkeiten mit den Nachbarn erwartet die Stiftung von Pfarrer Sieber keine.

Blick auf Brothuuse, davor eine Wiese mit Heublumen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vor einem Jahr wurde «Brothuuse» aufgestellt - jetzt wird bereits der Ausbau geplant. Keystone

Randständigen einen Platz bieten, damit sie ihr Leben ordnen können. Zu diesem Zweck wurde «Brothuuse» vor einem Jahr in Zürich-Affoltern aufgebaut.

Nun soll die Siedlung bereits erweitert werden. Im Amtsblatt des Kantons Zürich sind ein Atelier, ein Gartenhaus und ein Glockenturm ausgeschrieben.

«Das Arbeiten im Atelier und im Garten gehört zum Beschäftigungsprogramm der Bewohner», erklärt Walter von Aarburg, Mediensprecher der Sozialwerke Pfarrer Sieber gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «Das neue Atelier braucht es, weil wir bisher dafür zu wenig Platz hatten. Und das Gartenhaus braucht es, um Werkzeuge unterzustellen.»

Offene Nachbarn

Die 40 Kilogramm schwere Glocke soll zu den Zusammenkünften am Donnerstag und zum Gottesdienst am Sonntag läuten. Mit den Nachbarn sei dies bereits abgesprochen, sagt Walter von Aarburg: «Wir erwarten keine Schwierigkeiten. Wir läuten nur kurz und nicht zu Unzeiten.» Überhaupt fühlten sich die «Brothuusemer» in Affoltern willkommen: «Die Nachbarn stehen uns sehr offen gegenüber, darüber sind wir froh. Und es erleichtert uns die Arbeit mit den Randständigen.»