Ein Zwerg vor der Sonne

Ein seltenes Himmelsereignis lässt sich am Montag beobachten. Zum ersten Mal seit 13 Jahren wandert der Merkur von der Erde aus gesehen an der Sonne vorbei. Auch in der Sternwarte Urania in Zürich wird die Mini-Sonnenfinsternis mitverfolgt.

Der Merkur während seinem Sonnen-Transit. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein winziger Punkt auf der Sonne: Der rote Pfeil markiert Merkur am Beginn seines Transits. APA/WAA/WIENER ARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR ASTRONOMIE /ALEXANDER PIKHARD

«Merkur-Transit» lautet der Fachbegriff für das, was sich am Montag am Himmel abspielt. Ein solcher ist noch seltener als Sonnen- und Mondfinsternisse.

Seit 13.12 Uhr lässt sich die Mini-Sonnenfinsternis durch ein Teleskop mit entsprechenden Sonnenfiltern beobachten. Der Merkur wandert während mehrerer Stunden und ist als schwarzes Pünktchen vor der Sonnenscheibe sichtbar. Um 20.41 endet das aussergewöhnliche Schauspiel.

Eine Projektion des Merkur-Transits auf einem Stück Papier. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Wetter trübte die Sicht: Darum ist auf dieser Projektion der Merkur-Transit nicht immer zu sehen. SRF

Der Merkurdurchgang lockte zahlreiche Besucher in die Sternwarten der Region. So auch in die Sternwarte Urania in der Stadt Zürich, welche im Laufe des Tages mehrere Besuchergruppen empfangen hat.

Sie konnten den winzig kleinen Punkt auf der Sonnenoberfläche mit Hilfe einer Projektion mitverfolgen, wenn denn die Sicht nicht durch Wolken getrübt war.