Windrad «Hans» Elektrizitätswerk Schaffhausen steigt beim Windprojekt aus

Das spezielle Windrad bringt eine gute Leistung. Trotzdem will sich das EKS nicht weiter am Projekt beteiligen.

Drei sechsflüglige Rotoren nebeneinander an einer Stange montiert vor blauem Himmel Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hans steht im Vergleich mit anderen Windanlagen gut da, muss aber noch weiter verbessert werden. zvg

«Hans» ist so gut, wie kein anderes in seiner Klasse: Das drei-rotorige Windrad des Erfinders Hans Wepfer macht schon aus einem lauen Lüftchen Strom. Es lässt sich leicht steuern und kommt auch mit unstetigen Windverhältnissen gut klar. Und vor allem bringt es eine so gute Leistung, wie kein anderes Windrad seiner Klasse. Das zeigten Messungen im Windkanal der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften.

Im Testbetrieb waren die Bedingungen alles andere als optimal: Die Anlage wurde immer wieder gedrosselt oder für Inspektionen ganz abgeschaltet. Am Standort herrschte eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von nur 1,8 m/S. Die Messungen zeigen aber: Unter besseren Bedingungen könnte «Hans» gegen 200'000 kWh pro Jahr liefern.

Trotzdem legt die EKS das Projekt auf Eis. Für eine kommerzielle Vermarktung seien noch weitere Optimierungen nötig, heisst es in der Mitteilung der EKS. Zudem würden sich in der Schweiz ab 2022 die Rahmenbedingungen ändern. Damit wird für die EKS das Projekt uninteressant.

«Es handelt sich nur um kleine Mängel»

Der Ausstieg des EKS beunruhigt den Hersteller von «Hans» aber nicht. «Verbesserungen gibt es immer. Diese fliessen jetzt dann in die Produktion ein», sagt Hans Wepfer vom Hersteller aus dem Zürcher Weinland. Zwei neue Projekte im Zürcher Weinland und in Schaffhausen seien bereits in Planung. Man warte noch auf die Baubewilligung.

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