Engpässe: Privatklinik Hirslanden baut Notfallstation aus

Die Zürcher Privatklinik Hirslanden stösst mit ihrer Notfallstation an Grenzen. In den letzten vier Monaten musste sie 39 Patientinnen und Patienten an andere Spitäler überweisen. Die Klinik räumt Engpässe ein, verwahrt sich aber gegen den Vorwurf, Allgemeinpatienten abzuschieben.

Klinik Hirslanden in Zürich Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Klinik Hirslanden plant einen Ausbau. Keystone

Ein allgemein versicherter Patient wandte sich an die Presse, nachdem er wegen eines Notfalls das Hirslanden-Spital aufgesucht hatte und dann nach stundenlangem Warten an ein anderes Spital überwiesen worden war. Er vermutete, dass er abgeschoben worden sei, weil er nur allgemein versichert sei.

Doppelt so viele Betten wie bisher

Die Privatklinik wehrt sich gegen die Vorwürfe. Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» erklärt die Klinik, sie hätten in den vergangenen Monaten tatsächlich mit Kapazitätsengpässen auf der Notfallstation zu kämpfen gehabt. 39 Patienten mussten weiterverwiesen werden, davon waren aber zwei Drittel halbprivat oder sogar privat versichert.

Um den Engpässen entgegenzuwirken, will das Spital nun die Notfallstation ausbauen. In Zukunft sollen 22 Betten auf der Notfallstation stehen, doppelt so viele wie bis jetzt.