Neugestaltung Koch-Areal Es geht vorwärts, aber nicht schnell genug

Wer auf dem Koch-Areal bauen möchte, kann sich jetzt bei der Stadt Zürich melden. Der FDP geht es trotzdem zu langsam.

Areal mit blauem Himmel und Graftitis Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Noch bis 2021 dürfen die Besetzer auf dem Koch-Areal bleiben: dann dürften die Baumaschinen auffahren. Keystone

  • Auf dem Koch-Areal sollen bis 2023 rund 350 gemeinnützige Wohnungen, ein öffentlich zugänglicher Park und dutzende Gewerberäume entstehen.
  • Die ersten Baumaschinen sollen 2021 auffahren, die Besetzer dürfen so lange bleiben.
  • Am Donnerstag hat die Bauträgerausschreibung gestartet. Wer auf dem Koch-Areal bauen will, kann sich nun bis September bei der Stadt Zürich melden.
  • Die FDP ist mit dem Zeitplan der Stadt nicht einverstanden. Sie hat deshalb eine Initiative eingereicht.
  • Die Initiative verlangt, dass die Stadt das Koch-Areal an einen privaten Bauherren verkauft.

Ein privater Bauherr würde ein solches Grundstück niemals zehn Jahre lang brachliegen lassen, meint Michael Schmid, Fraktionspräsident der FDP im Zürcher Gemeinderat. Die Stadt habe das Koch-Areal schliesslich schon vor vier Jahren gekauft.

«  Mit einem Privaten wäre es viel, viel schneller gegangen.  »

Michael Schmid
FDP Stadt Zürich

Obwohl es nun vorwärts geht mit dem Koch-Areal, will die FDP ihre Initiative auf gar keinen Fall zurückziehen. Es sei gut, dass die FDP der Stadt mit ihrer Initiative weiter Druck mache, betont Michael Schmid. Es gehe einfach alles viel zu langsam.

Aus Sicht der Stadt Zürich sieht alles etwas anders aus. Sie hätten keine Zeit verschwendet, sagt Patrick Pons vom Zürcher Finanzdepartement. Der Fall sei einfach sehr komplex. Die Stadt habe unter anderem Schulraumabklärungen und eine Machbarkeitsstudie zum Potential des Areals machen müssen.