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Zürich Schaffhausen ETH-Rektor Lino Guzzella gegen höhere Maturaquote

In einer Rede zum traditionellen «Ustertag» hat ETH-Rektor Lino Guzzella am Sonntag davor gewarnt, an den Gymnasien deutlich mehr Schülerinnen und Schüler aufzunehmen. Eine höhere Maturiätsquote würde «das duale Bildungssystem, um das uns das Ausland beneidet, gefährden», sagte er.

Legende: Audio Interview mit ETH-Rektor Lino Guzzella (17.11.2013) abspielen.
2:11 min

Es gebe in der Schweiz für beruflichen Erfolg und gesellschaftlichen Aufstieg nicht nur den Weg über das Gymnasium, erklärte Lino Guzzella vor den Anwesenden in der reformierten Kirche Uster. Jungen Leuten stünden auch mit einer Berufslehre, der Berufsfachschule und Berufsmittelschule «praktisch alle Optionen offen».

«Sinnvolle Auswahl» der Gymnasiasten

Guzzella ist überzeugt, dass bei steigenden Maturitätsquoten die Qualität der gymnasialen Ausbildung nicht gehalten werden könnte. Mehr Maturandinnen und Maturanden führten auch nicht automatisch zu einer höheren Akademikerquote.

Dank einer «sinnvollen Auswahl» der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten sei die Erfolgsquote später höher. Zudem führe dank den Berufsmittelschulen und den Fachhochschulen ein zweiter Weg zum Hochschulabschluss.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Viele Abiturenten welche nach der Kantonsschule/Gymnasium in die Uni wechseln, sind spätetestens dort überfordert und werden durch "Bologna" knadenlos aussortiert. Andererseits sehen es z.B. Banken und Versicherungen gar nicht ungern, wenn Abiturenten nach erfolgreichem Abschluss eine Ausbildung bei ihnen beginnen. Berufe u. Bildungswege, welche vor einigen Jahren Sekundarschülern offen stehen, werden heute mit Abiturenten oder BMS-Absolventen besetzt, es erfolgt eine Nivelierung nach oben.
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  • Kommentar von E.Waeden, H
    Ein Umdenken in der Wirtschaft angefangen ist zwingend notwendig geworden. Berufe mit einem Lehrabschluss müssen wieder attraktiver & auch Schülern mit schlechterem Notendurchschnitt wieder zugänglich gemacht werden. Für handwerkliches Geschick, Talent & Begabung braucht es keinen Hochschulabschluss. Schon Einstein sagte:" Lernen ist Erfahrung, Alles andere ist nur Information."
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  • Kommentar von Welti Peaselsack, Zürich
    Ich frage mich wie dieser Herr denn jungen Leuten Erklärt, das es besser ist, wenn sie eine Lehre machen, weil die Wirtschaft das gutqualifizierte Personal aus dem Ausland holen kann. In den grossen Firmen ist der Anteil an Uni Abschlüssen auch gestiegen, wieso sollen sie bitte dann eine Lehre machen? Solche Ausreden kommen sicher von Menschen die schon ideologisch vorbelastet sind...die aber nicht im Interesse der jungen Generation sind.
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