Eurokurs im Tief, Zuversicht dahin

Mit dem fallenden Eurokurs ging auch der Optimismus der Winterthurer Industrie auf Talfahrt. Das belegt eine Umfrage der Standortförderung der Region Winterthur.

Wer kauft noch Industrieprodukte aus dem Raum-Winterthur? Ein Rieter-Arbeiter bei der Endmontage einer Spinnereimaschine. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer kauft noch Industrieprodukte aus Winterthur? Ein Rieter-Arbeiter bei der Endmontage einer Spinnereimaschine. Keystone

Fast 90 Prozent der Winterthurer Unternehmen gingen optimistisch ins neue Jahr. Das zeigte eine Umfrage der Standortförderung Winterthur bei 800 Unternehmen. Nach dem Entscheid der Nationalbank, den Mindestkurs des Euros nicht mehr zu verteidigen, wiederholte die Standtortförderung die Umfrage. Nun sind nur noch 60 Prozent positiv gestimmt.

«Negativer fällt die Einschätzung vor allem bei Unternehmen aus, die in den Euro-Raum exportieren», sagt Michael Domeisen von der Standortförderung.

«Kaum Firmenschliessungen»

Dennoch zeigt sich Domeisen verhalten optimistisch. Dass Unternehmen wegen dem teuren Franken gar schliessen müssen, glaube er nicht. «Schon bisher haben die Firmen bewiesen, dass sie sich neuen Herausforderungen anpassen können.» Dies werde auch diesmal der Fall sein. Die Winterthurer Firmen würden hochwertige Produkte herstellen, die es sonst kaum gebe auf dem Weltmarkt.

Ausländische Firmen kommen vorerst nicht mehr

Schwieriger dürfte es hingegen werden, weitere ausländische Firmen in der Region Winterthur anzusiedeln. Die Investitionen für ausländische Firmen seien höher geworden. Dazu bestünden im Moment noch politische Unsicherheiten bezüglich Unternehmenssteuerreform und auch bezüglich der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitative. Deshalb würden potentielle Interessenten mit ihren Entscheiden derzeit noch zuwarten, glaubt Domeisen.