Ex-Rennverein-Präsident aus U-Haft entlassen

Mehr als anderthalb Jahre sass der frühere Präsident des Rennvereins Zürich-Dielsdorf wegen Verdachts auf Millionen-Betrug in Untersuchungshaft. Nach einem Geständnis kommt er nun frei - allerdings nur unter Auflagen.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», dass der Ex-Präsident des Rennvereins Zürich-Dielsdorf aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Es wurden jedoch Ersatzmassnahmen angeordnet. So muss sich der 45-Jährige regelmässig bei den Behörden melden. Ausserdem wurde ihm der Pass abgenommen.

Anfang Dezember 2011 war der Financier und frühere Jockey verhaftet worden. In der Haft gab er zu, dass er Investoren um mehrere Millionen Franken betrogen hat.

Höchststrafe fünf Jahre

Das Geständnis erfolgte im Rahmen einer schriftlichen Vereinbarung zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und den Anwälten der Geschädigten, wie sie die neue Strafprozessordnung vorsieht. Demnach drohen dem Angeschuldigten nicht mehr als fünf Jahre Zuchthaus. Nur so ist ein abgekürztes Verfahren möglich.

Der Financier soll mit seiner Firma rund 30 Millionen Franken veruntreut haben. Dem Rennverein Zürich-Dielsdorf versprach er, das veraltete Hippodrom in Dielsdorf für 20 Millionen zu sanieren und Schulden in Höhe von 1,5 Millionen Franken zu übernehmen.