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Zürich Schaffhausen Fall «Carlos»: Post für die Kantonsräte

Kein durchdachter Kurs und ohne klares pädagogisches Konzept, so sei die Zürcher Jugendanwaltschaft mit «Carlos» umgegangen. Das schreibt sein Anwalt in einem Brief an sämtliche Zürcher Kantonsräte.

Legende: Video Post für den Kantonsrat abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 02.12.2013.

Das Schreiben verfasste Anwalt Stephan Bernard im Hinblick auf die Parlamentsdebatte über den Bericht der Justizkommission zum «Fall Carlos» vom kommenden Montag. Neben der breiten Berichterstattung in den Medien vervollständige die Darstellung einer weiteren Sicht der Dinge das Bild, schreibt er.

Zwar seien die Kosten für das Sondersetting schon sehr hoch gewesen, aber die Massnahme hätte auch seine Wirkung gezeigt. Zudem wären bei der Fortsetzung die Kosten zurückgefahren worden.

Öffentliche Meinung führte Regie

Ob der abrupte Abbruch pädagogisch sinnvoll war, könne «mit Fug bezweifelt werden», schreibt der Anwalt. Für den jungen Mann selbst müsse der Eindruck entstanden sein, dass nicht rechtsstaatliche und pädagogische Erwägungen, sondern die öffentliche Meinung Regie führten.

Die Justizikommission des Kantonsrates hatte sich aufgrund des öffentlichen Wirbels mit der Rolle der Behörden im «Fall Carlos» befasst. Ihrer Ansicht nach lief die Anordnung des Sondersettings korrekt ab – allerdings habe man in Sachen Kosten zu wenig genau hingeschaut. Für künftige Settings empfiehlt die Kommission unter anderem Aufwand-Abrechnungen an Stelle von Kostenpauschalen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    So ein Bloedsinn! Anwaelte gehoeren einfach Verboten. Unser Rechtssystem ist schlicht und einfach Kaputt und muss Ueberarbeitet werden... Oder wie erklaert man das ganze hier? So was Kotzt mich einfach an...
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    1. Antwort von M.Hufschmid, Kt. Zürich
      Jeder der mal in die Mühlen des Rechssystem gekommen ist weis, dass das sogenannte Rechtssystem nicht der Wahrheitsfindung dient! Am besten sieht Mann das im sogenanten Sorg(un)erecht.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    nun 85 % der Leser sind gemäss TA für die Verwahrung von Carlos, und so haben die zuständigen Beamten richtig gehandelt. Er sei zu gefährlich und unkontrolliert um ihn frei zu lassen. Er sollte einer Arbeit nachgehen und die Boxhandschuhe ausziehen , die machen die Sache nämlich nicht einfacher wie wir schon aus den Erfahrungen seines Trainers und seiner Kumpanen und Brüder wissen.
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    1. Antwort von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
      @Keller: Haben Sie immer noch nicht bemerkt, dass in einem Rechtsstaat nicht der Mob über Recht und Unrecht entscheidet? Auch wenn Leute wie Sie das gerne so hätten (vielleicht mit Volksabstimmungen?), solche Vorfälle, in denen sich die Justiz dem Druck der Bevölkerung beugt, dürfen nicht vorkommen! Der Anwalt hat in jedem Punkt absolut Recht und ich bin sicher, man wird das auch noch rechtlich bestätigt bekommen (falls das Rechssystem EINIGERMASSEN korrekt funktioniert). Warten Sie`s ab!
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