Fifa-Museum trennt sich vom Direktor

Im Februar 2016 war das Fifa-Museum in Zürich mit viel Pomp eröffnet worden. Acht Monate später muss der Direktor bereits gehen. Man habe unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft des Museums, teilt die Fifa mit.

Video «Fifa kündigt Museumsdirektor» abspielen

Fifa kündigt Museumsdirektor

2:31 min, aus Schweiz aktuell vom 27.10.2016

Der Geschäftsführer des Fifa-Museums verlässt per Ende Oktober seinen Posten. Darauf habe man sich geeinigt, schreibt die Fifa, und zwar «aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die Zukunft des FIFA-Museums».

Zu wenige Besucher?

Zu den Gerüchten über zu geringe Besucherzahlen äussert sich Museums-Sprecher Marc Caprez nicht. Im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» betont er: «Wir sind nicht schlecht gestartet, wir kommen bis Ende Jahr auf etwa 100'000 Besucher und wären somit Rang 3 bei den Stadtzürcher Museen. Für einen Newcomer kein schlechtes Ergebnis.»

Bei der Eröffnung hatte sich die Fifa zum Ziel gesetzt, bis 2018 jedes Jahr 250'000 Besucherinnen und Besucher ins Museum zu locken.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Teures Fifa-Museum: Wirtschaftlichkeit ist in Frage gestellt

    Aus ECO vom 22.2.2016

    Ende Monat wird das Fifa-Museum in Zürich eröffnet. Kostenpunkt: 30 Millionen Franken. Auf 3000 Quadratmetern werden über tausend Objekte gezeigt. Insgesamt hat die Fifa 140 Millionen in den Umbau des ehemaligen «Engi-Märt» investiert. In den oberen Etagen sind Büros und luxuriöse Mietwohnungen. Von diesen ist allerdings erst rund ein Drittel vermietet. Ob die Einnahmen aus Museumseintritten, Vermietungen, Fanshop und Gastrobetrieben im Haus die Kosten decken, ist fraglich.