Flüchtlinge: Zürcher Asylunterkünfte sind voll

Die Asylunterkünfte im Kanton Zürich stossen an ihre Kapazitätsgrenze. Das kantonale Sozialamt versucht nun fürs Erste, trotzdem noch mehr Menschen dort unterzubringen. Man sei auch für einen allfälligen Krisenfall gewappnet, beruhigt der Sicherheitsdirektor.

Immer mehr Menschen ersuchen auch die Schweiz um Asyl: 20'000 Asylgesuche waren es bis Ende August, weitere 9000 sollen noch dazukommen, rund 1500 davon im Kanton Zürich. Zudem hat die Schweiz in diesem Jahr doppelt so viele Flüchtlinge vorläufig aufgenommen, wie noch vor zwei Jahren.

Belastungsprobe für den Kanton

Eine Entwicklung, die auch den Kanton Zürich vor eine Belastungsprobe stelle, schreibt die kantonale Sicherheitsdirektion in einer Mitteilung. Die bestehenden 17 Durchgangs- und Nothilfezentren seien unterdessen vollständig belegt. Man habe in den letzten Wochen zudem die Ausnutzung in den einzelnen Unterkünften erhöht.

Der Kanton Zürich sei aber auch gewappnet für das Szenario, dass sich die Zahl der Asylsuchenden, welche vom Bund den Kantonen zugeteilt werden, markant erhöhen sollte, beruhigte Sicherheitsdirektor Mario Fehr vor den Medien.

Für diesen Fall seien Militär und Zivilschutz bereit, mit Personal und Unterkünften die Situation zu entlasten. Man rechne aber nicht damit, dass dies noch heuer der Fall sein könnte, erklärt Urs Betschart, Leiter des kantonalen Migrationsamtes, gegenüber dem SRF-Regionaljournal. Es gebe schliesslich auch immer wieder Asylsuchende, welche die Schweiz verlassen würden und im Winter gehe die Zahl der Asylgesuche normalerweise zurück.