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Zürich Schaffhausen Flugplatz Dübendorf: Direktflüge wegen des WEF ab 2015?

Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob die Staatschefs, die das WEF besuchen, direkt in Dübendorf landen können. Damit würden Lärm und Umweltbelastung verringert. Doch noch sind die Hürden nicht überwunden: Die Infrastruktur für Zoll und Sicherheit fehlt, die Bewilligung ebenfalls.

Zwei Jets hinter zwei Soldaten.
Legende: Heute fliegen die Privatjets während des WEF leer nach Dübendorf und werden auf dem Flugplatz parkiert. Keystone

Am Donnerstag, 22. Januar, beginnt in Davos das Weltwirtschaftsforum 2014. Für den Flugplatz Dübendorf bedeutet dies Hochbetrieb. Viele Staatschefs landen in Zürich Kloten und fliegen dann mit dem Hubschrauber von Dübendorf weiter nach Davos.

Ein ökologischer und ökonomischer Unsinn, findet Dieter Neupert, Vizepräsident des Dachverbandes der Schweizerischen Luftfahrt: «Die Privatjets landen in Kloten, danach fahren die Staatsoberhäupter mit der Limousine nach Dübendorf, später werden ihre Jets leer nach Dübendorf geflogen und dort parkiert.» Dies koste mehrere 10'000 Franken, dazu komme die doppelte Lärmbelastung und die doppelte Umweltbelastung.

Aufwändige Infrastruktur

Seit Jahren ist deshalb die Rede von Direktflügen nach Dübendorf. Doch ganz so einfach ist dies nicht. Sollten die Staatschefs direkt aus dem Ausland in Dübendorf landen, braucht es eine Zoll-Infrastruktur. Ausserdem ist Dübendorf ungenügend gesichert. «Dübendorf ist zwar bewacht, aber nicht genügend, um einen Anschlag zu verhindern», sagt Neupert im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Kommt hinzu, dass die Kantonspolizei zu wenig Personal hat, um Überwachung und Zollabfertigung zu übernehmen.

Trotz all dieser Hürden, die seit längerem bekannt sind, heisst es jedes Jahr: Im nächsten Jahr ist es soweit. Weshalb also die Verspätung? «Es gab Missverständnisse, wer was aufgleist», erklärt Neupert. Denn noch ist das Militär Betreiberin des Flugplatzes, bald soll der Flugplatz aber an einen privaten Betreiber übergehen. Dennoch komme jetzt Bewegung in die Sache, sagt Neupert: «Wir sind sehr zuversichtlich, der Bund befürwortet Direktflüge.»

Beim Bund klingt es etwas zurückhaltender: Zur Zeit arbeite man an einer gemeinsamen Analyse, sagt Urs Holderegger, Sprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt. «Wenn wir nach dieser Analyse zum Schluss kommen, dass solche Direktflüge möglich sind, dann können wir während des WEF allenfalls Ausnahmen machen.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Matter, Zürich
    Das ist doch lächerlich. Während des WEF könnte das Militär mit mehreren Infanterie-WKs die Sicherheit und Abfertigung in Dübendorf problemlos übernehmen.
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  • Kommentar von Kurt Meier, Zürich
    Wenn es darum ginge möglichst wenig Kilometer zu machen würde man wohl in Samedan landen. In Wirklichkeit geht es dem Herr Neupert ja nur darum ein weiteres Mosaiksteinchen einzufügen in sein Ziel den Flugplatz Dübendorf als Zivilflugplatz zu nutzen. Aber in Dübendorf will niemand die 1000 WEF-Flugbewegungen von ZRH, sowie später auch niemand einen zivilen Flugplatz will.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Herr Weber, wieso Buochs, das solo weit weg von Davos liegt? Dann müssten die Herrschaften mit Limousinen (Benzinschleudern) die weite Strecke nach WEF-City chauffiert werden, was ja beileibe auch nicht gerade umweltfreundlich wäre, oder?
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