«Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus»

Im Theater Neumarkt tritt die Spezies des Expats auf die Bühne. Der smarte Single, der nach einer Karriere strebt. Die elegante Geschäftsfrau, die keine Wurzeln schlägt. Ein Abend voller Geschichten aus dem Alltag dieser globalen Nomaden.

Managerinnen und Geschäftsmänner in einem Büro gruppiert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Reich, erfolgreich und immer unterwegs: «Expats» im Theater Neumarkt. zvg

Ein Stuhl, ein Büroraum, ein Schlafzimmer: Das Mobiliar auf der Bühne des Theaters Neumarkt wechselt so oft, wie die Mieter. Das neuste Stück «Expats» reiht Alltagsgeschichten der globalen Nomaden aneinander.

Da sieht man den Geschäftsmann, der zum nächsten Karrieresprung ansetzt, die Bankerfrau, die ihre Bananenkiste packt, weil ihr gekündigt wurde. Sonnen- und  Schattenseiten der erfolgreichen, gut verdienenden Expats.

«Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus», singt der Chor auf der Bühne. Bei Schubert zieht der Reisende in den Tod, im Stück «Expats» reisen die Berufsleute um die Welt.

Inspiration aus dem Alltag

Das Thema der hochqualifizierten Wanderarbeiter aufgegriffen, hat die Theaterdirektorin Barbara Weber aufgrund eigener Beobachtungen. Ihr sei aufgefallen, dass auch in ihrem Umfeld immer mehr Expats auftauchen.

40 Fragebogen hat das Theater Neumarkt an verschiedene Expats verschickt, um ihre Sicht auf den Alltag zu erlangen. Daraus wurden dann die Geschichten für das Stück gestrickt.