Gay-Hochzeitsmesse in Zürich: «Das Feedback war sehr positiv»

Zum ersten Mal ging in Zürich eine Hochzeitsmesse für Schwule und Lesben über die Bühne. Mitveranstalter Hayal Oezkan zieht eine positive Bilanz. Auch wenn anstatt der angestrebten 600 Besucherinnen und Besucher nur 500 kamen.

ColoredLove heisst die Messe, welche am 14. und 15. Februar im Einkaufszentrum Sihlcity in Zürich stattfindet. Zwanzig Aussteller sind dabei - Kleiderläden, Fotografen, Bäckereien und Flitterwochen-Organisatoren.

Einer der Aussteller ist Patrick Bobst, «Wedding-Planer» und selber schwul. Die Homosexuellen seien eine ganz andere Zielgruppe. «Es darf bei uns etwas extravaganter sein», erklärt Bobst. «Zum Beispiel gibt es anstatt Prosecco eher Champagner.»

Protest gegen Putin: Kein russischer Wodka

Wer von einem Stand zum anderen stresst, kann sich an der ColoredLove zwischendurch an der Bar erholen. Auch Wodka gibt es dort. Der kommt jedoch nicht aus Russland, sondern aus der Schweiz. Damit will ColoredLove gegen den russischen Präsidenten Putin und die strengen Anti-Homosexuellen-Gesetze in Russland protestieren.

Positive Bilanz

500 anstatt der erhofften 600 Besucherinnen und Besucher flanierten schliesslich durch die Ausstellung. Mitveranstalter Hayal Oezkan ist trotzdem zufrieden: «Das Feedback der Besucherinnen und Besucher war durchwegs positiv - das macht Mut fürs nächste Jahr.» Besonders gefreut habe ihn, dass so viele unterschiedliche Menschen - und ja, auch Heteros - den Weg zu ihnen gefunden hätten. Besonders begeistert hätten die Gäste auf die vielen Degustationsmöglichkeiten reagiert. Von Hochzeits-Apéro-Häppchen bis zum Hochzeitsfotografen und einer Probetrauung konnte nämlich alles getestet werden.

Sendungen zu diesem Artikel