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Zürich Schaffhausen Gestatten: «Julius» – Krokodil sucht ein Zuhause

Im Tierheim «Pfötli» in Winkel finden normalerweise herzige Büsi, Zwergkaninchen oder Hunde vorübergehend eine Heimat. Ein Krokodil fand bis jetzt noch nie Unterschlupf. Das änderte sich jedoch in der Nacht auf Montag.

Legende: Video ««Julius» sucht ein neues Zuhause» abspielen. Laufzeit 2:03 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 15.08.2016.

Die Überraschung war gross im Tierheim «Pfötli», als der Tierrettungsdienst tatsächlich «etwas Krokodilartiges» ins Heim brachte: «Wir dachten, es kommt vielleicht ein Leguan», erzählt Sprecherin Robyn Hossli und bestätigt die Krokodil-Geschichte von «20 Minuten», Link öffnet in einem neuen Fenster.

Aufgewärmt und getauft

Das etwa 50 Zentimeter grosse und knapp 300 Gramm schwere Krokodil sei bei seiner Ankunft etwas unterkühlt gewesen, erzählt Hossli weiter. «Die Tierpflegerin hat es auch gleich ein wenig aufgewärmt und in einem provisorischen Terrarium untergebracht.» Einen Namen hat es auch erhalten: «Julius» heisst das Tier, vermutlich ein Kaiman. Woher er stammt, ist unklar. Hossli vermutet, dass er einem privaten Halter entlaufen ist.

«Julius» braucht ein neues Zuhause

Ein solches Tier hätten sie noch nie im «Pfötli» beherbergt, erzählt Hossli. Das Tierheim ist auch nicht für die Pflege von Krokodilen eingerichtet. «Julius» darf deshalb nur vorläufig bleiben. Das Veterinäramt sei aber bereits auf der Suche nach einem neuen Platz, so Hossli. Sollte sich der Besitzer melden, wird das Veterinäramt über das weitere Vorgehen entscheiden.

Wer sich für den neuen Wohnpartner interessiert: Krokodilhaltung ist in der Schweiz grundsätzlich erlaubt, die Anforderungen sind jedoch komplex. Die Pflege eines Krokodils braucht viel Zeit, Geld und eine Bewilligung des Veterinäramts.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Wünsche Julius, dass er(sie) im Zoo Unterschlupf findet. Hierzulande brauche ich keine (in narzisstischer Weise), Tropentiere zu halten. Die kommen von alleine und eher unerwünscht zu mir. Der Mensch breitet sich rücksichtslos aus und die Natur versucht verzweifelt ihr geraubtes Terrain zu halten. Neben üblicher Skorpione, Tausendfüssler, etc. in der Millionenstadt, seit letzten Freitag bei Gartenarbeiten auch vier Jungschlangen „Marke“ Clelia clelia. Die will auch unser Zoo La Aurora nicht :-(
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