Givaudan stinkt weniger, aber immer noch zu stark

Die Geruchsbelästigungen durch die Aromaherstellerin Givaudan in Dübendorf haben zwar abgenommen, das Ziel ist aber noch nicht erreicht, teilte die Stadt am Dienstag mit. Es müssten von allen Seiten mehr Anstrengungen unternommen werden, um weitere Erfolge zu erzielen.

Das Givaudan-Labor in Dübendorf, wo mit Aromastoffen experimentiert wird. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Givaudan-Labor in Dübendorf, wo mit Aromastoffen experimentiert wird. Keystone

Seit dem ersten «runden Tisch» im Oktober 2012 habe Givaudan Massnahmen zur Verminderung der Geruchsemissionen getroffen. So sei als Ergänzung zu zwei Abluftverbrennungsanlagen eine Plasma-Anlage in Betrieb genommen worden, um die Gerüche zu neutralisieren, heisst es in einer Mitteilung der Stadt Dübendorf.

Auf Meldungen aus der Bevölkerung angewiesen

Mit den Geruchsbelästigungen auseinandergesetzt hat sich auch das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL). Damit dieses weitere Massnahmen anordnen könne, müsse feststehen, dass die Geruchsemissionen zu stark seien. Für diese Beurteilung seien die Meldungen, die über die Webseite der Stadt Dübendorf eingereicht werden können, ein wichtiger Hinweis.

Im Januar 2012 hatte die Interessengruppe «IG Stinkfabrik» dem Stadtrat eine von 437 Personen unterzeichnete Petition mit der Forderung «Schluss mit der Geruchsbelästigung» übergeben.