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Zürich Schaffhausen Gratis-Coaching für Arbeitslose: «Das lohnt sich für alle»

Die Gemeinde Illnau-Effretikon startet ein Pilotprojekt: Langzeitarbeitslose erhalten ein Intensiv-Coaching, um eine Stelle zu finden. Damit spare die Gemeinde die Sozialhilfe-Kosten, die Betroffenen würden finanziell selbständig, hofft Illnau-Effretikon. Die Erfahrung von Zürich zeigt: Es klappt.

Eine gelbe Wand, darauf ein RAV-Schild.
Legende: Weg vom RAV dank Intensiv-Coaching: Die Langzeit-Arbeitslosen sollen Selbstbewusstsein und eine neue Stelle finden. Keystone

Wer lange Zeit arbeitslos ist, riskiert, ausgesteuert zu werden und damit in die Sozialhilfe abzurutschen. Dies will Illnau-Effretikon mit dem neuen Pilotprojekt Transfer-Coaching verhindern.

Die Gemeinde bietet ihren Langzeitarbeitslosen deshalb ab Februar ein umfassendes Coaching an - und zwar bereits fünf Monate, bevor sie ausgesteuert sind. Die Betroffenen sollen intensive, auf sie abgestimmte Hilfe bei der Stellensuche erhalten - mit dem Ziel, so schnell wie möglich einen Job zu finden.

Sparen bei Sozialausgaben

Für die Betroffenen ist diese Beratung gratis. Die Gemeinde übernimmt die Kosten. Trotzdem lohne es sich für Illnau-Effretikon, sagt der zuständige Stadtrat Kurt Brüngger im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Damit verhindern wir, dass die Betroffenen Sozialhilfe beziehen müssen.» Die Gemeinde könne so pro Jahr mehrere Zehntausend Franken sparen - bei jedem Arbeitslosen, der eine Stelle findet. Und auch die Betroffenen könnten profitieren: Sie erhielten eine Stelle und neues Selbstbewusstsein, sagt Brüngger.

Gute Erfahrungen in Zürich

In der Stadt Zürich läuft seit einem Jahr ein ähnliches Projekt. Auch Zürich bietet eine intensive Beratung an, allerdings für Menschen, die bereits ausgesteuert sind. Projektleiterin Sandra Müller ist bis jetzt sehr zufrieden: «Wir haben nur positive Erfahrungen gemacht.» Knapp über hundert Personen hätten das Angebot bis jetzt genutzt, ein Drittel habe eine Stelle gefunden. Ob sich das Projekt auch für die Stadt lohne, zeigt sich erst in einem Jahr. Dann entscheidet die Stadt, ob sie das Pilotprojekt definitiv einführen will.

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