Grosser Generationen-Wechsel im Nationalrat?

Auf den abtretenden Zürcher SVP-Nationalrat Hans Kaufmann könnte der jüngere Parteikollege Thomas Matter folgen. In den anderen Zürcher Parteien sieht die Zukunft der altgedienten Nationalratsmitglieder unterschiedlich aus.

Daniel Vischer (Grüne) und Andreas Gross (SP). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Zeit von Andreas Gross (SP, links) im Nationalrat läuft 2015 ab. Daniel Vischer (Grüne) soll nochmal antreten. Keystone

Seit 1991 sitzt Andreas Gross für die Zürcher SP im Nationalrat. Bei den Wahlen 2015 ist er schon beinahe im Pensionsalter und tritt dann deshalb nicht mehr an. Es gebe aber keinen Grund für Gross, so wie Hans Kaufmann seinen Sitz vorzeitig zu räumen, findet der Zürcher SP-Präsident Daniel Frei: «Andreas Gross ist für vier Jahre gewählt, und diese Amtsdauer wird er erfüllen.» Danach soll aber auf Gross jemand jüngeres folgen.

Grüne setzen weiter auf Daniel Vischer

Der amtsälteste Zürcher Grüne im Nationalrat ist Daniel Vischer, der nächstes Jahr 65 Jahre alt wird. Seine Partei würde ihn gerne im Parlament behalten, wie Parteipräsidentin Marionna Schlatter gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» sagt: «Ich denke, Daniel Vischer wird noch einmal antreten.» Für die Grünen wäre dies ein Glücksfall, denn gemäss Schlatter hat die Partei nicht so viele profilierte Mitglieder, die Vischer ersetzen könnten.

Der Generationenwechsel bei der Zürcher FDP ist bereits beschlossen: Neben dem neugewählten Zürcher Stadtrat Filippo Leutenegger (61) verlässt auch Markus Hutter (57) den Nationalrat. Die beiden werden durch Hans-Peter Portmann (51) und Beat Walti (45) ersetzt.

Bei der CVP, deren bekannte Nationalrätin Kathy Riklin nächstes Jahr 63 wird, war am Vormittag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.