Happige Vorwürfe Heilpädagogische Schule Humlikon in der Kritik

Ohrfeigen als Strafe: Lehrer an der Heilpädagogischen Schule Humlikon sollen Schüler geschlagen haben.

Bub sitzt in Rollstuhl in Schule Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rund 50 Kinder besuchen die Heilpädagogische Schule Humlikon. Keystone

Gegen die Heilpädagogische Schule Humlikon (HSH) stehen schwere Vorwürfe im Raum. Kinder sollen geschlagen werden und die Schule soll schlecht geführt sein. Die Schule distanziert sich.

Vorwurf 1: Schüler werden geschlagen

Ein paar Eltern wandten sich mit einer E-Mail an den «Landboten» und berichteten von «körperlichen Züchtigungen». Die Schulleitung wehrt sich gegen den Vorwurf: In der HSH würden keine Schüler geschlagen, sagt Hans Beereuter, Vorstandsmitglied der Trägerschaft der Schule.

«  Wir distanzieren uns von jeglicher Form von körperlicher Bestrafung. »

Hans Beereuter
Vorstandsmitglied Trägerschaft HSH

Vorfälle in der Vergangenheit schliesst er aber nicht aus: «Wenn es allenfalls einen solchen Vorfall gegeben hat, dann ist dieser mit den personellen Konsequenzen längst abgeschlossen», so Beereuter.

Vorwurf 2: Die Schule wird schlecht geführt

Ein Evaluationsbericht der kantonalen Fachstelle für Schulbeurteilung stellt wesentliche Qualitätsmängel fest. Eine wirkungsvolle Führung der Schule sei zurzeit nicht gewährleistet, heisst es im Bericht. Die Trägerschaft hätte diesbezüglich bereits Massnahmen getroffen, sagt Hans Beereuter, erste Schritte seien bereits in die Wege geleitet.

«  Der Vorstand hat bereits gehandelt. »

Hans Beereuter
Vorstandsmitglied Trägerschaft HSH

Unterstützung erhält die HSH dabei auch vom Volksschulamt. Jede Sonderschule habe im Volksschulamt eine Bezugsperson, sagt Brigitte Mühlemann vom Volksschulamt: «Wir besuchen die Schule auch regelmässig und beraten sie.» Einen Grund zum Eingreifen gebe es an der HSH zurzeit aber nicht.