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Zürich Schaffhausen Höhenklinik Wald: Stiftungsratspräsident soll zurücktreten

Der Streit um die geplante Verlegung der Höhenklinik Wald ins Spital Uster geht in eine neue Runde. Die IG «Sani» stört sich daran, dass Andreas Mühlemann, Präsident der Stiftung Zürcher Höhenkliniken, auch Direktor des Spitals Uster ist.

Die Höhenklinik Wald im Schnee.
Legende: Seit 1896 an diesem Standort: die Höhenklinik Wald. ZVG

Im September 2012 hat die Stiftung Zürcher Höhenkliniken Wald und Clavadel (ZHW) bekannt gegeben, dass sie den Betrieb der Höhenklinik Wald in einen Neubau beim Spital Uster verlegen will. Diese Pläne stossen in Wald auf grosse Kritik, weil die Gemeinde ihren grössten Arbeitgeber verlieren würde. Im Sommer organisierte die Interessensgemeinschaft «Sani» eine Demonstration gegen die Pläne des Stiftungsrats.

Nun wirft die IG «Sani» Stiftungsratspräsident Andreas Mühlemann in einem offenen Brief, Link öffnet in einem neuen Fenster eine «schwerwiegende Interessenskollision» vor. Der Grund: Mühlemann ist auch Direktor des Spitals Uster. In dieser Funktion verfolge er nicht das Wohl der Zürcher Höhenkliniken, sondern die Schliessung des Standorts Wald. Deshalb müsse Andreas Mühlemann zurücktreten.

«Kompletter Unfug»

Diese Vorwürfe seien falsch, entgegnet Christian Bretscher, Vizepräsident des Stiftungsrates, auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen»: «Das ist kompletter Unfug! Genau wegen solcher Interessenskonflikte gibt es im Stiftungsrat eine Arbeitsteilung. Alles, was die Verlegung der Höhenklinik nach Uster betrifft, betreue ich als Vizepräsident.»

Ausserdem sei die Verlegung der Höhenklinik noch nicht entschieden. Der Entscheid falle erst im kommenden Frühling. Und auch dann sei nicht ausgeschlossen, dass in Wald gewisse Angebote untergebracht würden.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Pallather, Uster
    Der angegriffene Stiftungsratspräsident Mühlemann ist ein kleiner Meister in der unschönen Verfilzung: In Uster, wo er Spitaldirektor ist, ist seine Vorgesetzte, die Stadträtin, seine Lebenspartnerin, in Wald, wo er das bestens funktionierende Sanatorium schliessen will, tut er das über sein Sprachrohr Bretscher und "tritt jeweils in Ausstand". Und alles nur, um sich selbst über ein noch grösseres Spital Uster mehr Macht (und Lohn...?) zuzuschanzen. Ob das alles im öffentlichen Interesse ist?
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  • Kommentar von Marc Hellenberger, Uster
    Wenn Bretscher, Vizepräsident und gehorsmaer Diener des Präsidenten Mühlemann, "Unfug!" ruft, sollte er sich dieses Wort selbst auf die Stirn heften: Die so genannte "Arbeitsteilung" im Stiftungsrat, ist nämlich Unfug. Entweder man ist Präsident und verfolgt die Interessen der Stiftung, oder man hat Interessen GEGEN die Interessen der Stiftung und ist ein Mann und tritt zurück. So erwartet ich das.
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  • Kommentar von Karl Klingler, Zürich
    Der Gesundheitsdirektor des Kantons Zürich Herr Heiniger sollte doch erkennen, dass die Vision 2030 die Fusion der Spitäler Männedorf, Wetzikon und Uster umfassen müsste in einem Zentrumsspital Zürich Oberland mit allen medizinischen Disziplinen. Was nützt es 3 periphere Spitäler zu haben, die ihre Patienten für die Behandlung im Rahmen der hochspezialisierten Medizin in Zentrumspitäler weiter weisen müssen.
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