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Zürich Schaffhausen «Immer mehr junge Leute treten zum radikalen Islam über»

Seit 20 Jahren beantworten die beiden reformierten Theologen Georg Schmid und sein Sohn Georg Otto Schmid auf der Beratungstelle «Relinfo» Fragen zu Kirchen, Sekten und religiösen Gruppierungen. Anfang Jahr hat nun der 47-jährige Sohn von seinem 73-jährigen Vater die Leitung der Stelle übernommen.

Legende: Audio Georg Schmid senior und junior im Gespräch (5.1.14) abspielen. Laufzeit 13:42 Minuten.
13:42 min, aus Regi ZH SH vom 03.01.2014.

Die klassischen Sekten wie die Zeugen Jehovas hätten in letzter Zeit MItglieder verloren, sagt Georg Schmid senior im Interview mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Grund ist vor allem die breite Information über diese Gruppierungen im Internet.» Zulauf hätten hingegen kleinere Gruppierungen, über die es noch keine Aussteigerberichte gebe. Bei den jungen Leuten im Trend liege vor allem der radikale Islam, erklärt sein Sohn Georg Otto Schmid: «Es sind vor allem Eltern, die uns anrufen, weil ihr Sohn oder ihre Tochter zu einer salafistischen Form des Islams übergetreten ist.»

Über 2000 Anrufe im Jahr

Rund 2200 Anrufe zählte die Beratungsstelle «Relinfo», Link öffnet in einem neuen Fenster in Rüti letztes Jahr. Es gebe immer viel zu tun, sagt Georg Otto Schmid, der die Stelle seit Anfang Jahr leitet. Die von der evangelisch-reformierten Kirche finanzierte Stelle gibt nun schon seit 50 Jahren. Die Beratung ist gratis.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Zum Thema 'radikaler Islam' sollte man sich die Worte des Türkenchefs Erdogan zu Herzen nehmen, der 2007 von der Zeitung Milliyet wir folgt zitiert wurde: „Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.“ - Islam ist IMMER radikal, wenn er wirklich befolgt wird. Zum Glück tut dies die Mehrheit der Moslems - wissentlich oder unwissentlich - (noch) nicht.
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