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Strom für 600 Haushalte In Volketswil entsteht die grösste Batterie der Schweiz

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich wollen das Stromnetz in Europa stabilisieren. Die neue Mega-Batterie soll dabei helfen.

Die grösste Batterie der Schweiz sieht aus, wie drei Schiffscontainer, die nebeneinander stehen
Legende: Die grösste Batterie der Schweiz soll Anfang 2018 in Betrieb gehen. ZVG EKZ

Sie sehen aus wie Container auf einer Baustelle. In Tat und Wahrheit verbirgt sich darin aber die grösste Batterie der Schweiz. Das neue Speichersystem hat eine Speicherkapazität von 7,5 Megawattstunden. Das ist genug Strom, um 600 Vierpersonenhaushalte einen Tag lang zu versorgen.

Nicht die erste Mega-Batterie

In Dietikon betrieben die EKZ einen 1-Megawatt-Speicher.
Legende: Auch in Dietikon betreiben die EKZ ein grosses Batteriespeichersystem. ZVG EKZ

Die EKZ haben bereits Erfahrung mit dem Betrieb von Batteriespeichern gesammelt. Seit über fünf Jahren betreiben sie am Standort Dietikon einen 1-Megawatt-Batteriespeicher. Lange Zeit war die Batterie in Dietikon die grösste der Schweiz. Nun kommt es zur Wachablösung. Die Grossbatterie in Volketswil hat mehr als die zehnfache Speicherkapazität und mehr als die siebenfache Leistung als der EKZ-Speicher in Dietikon.

Solche Speichermöglichkeiten gewinnen an Bedeutung
Autor: Michael KollerElektrizitätswerke des Kantons Zürich

Mit der neuen Mega-Batterie in Volketswil wollen die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich einen Beitrag leisten für das Stromnetz der Zukunft. «Immer mehr erneuerbare Energiequellen speisen Strom unvorhersehbar ins Netz ein», sagt Michael Koller von den EKZ. «Um die Netzstabilität zu gewährleisten, gewinnen solche Speichermöglichkeiten immer mehr an Bedeutung.»

In Betrieb gehen soll die grösste Batterie der Schweiz Anfang 2018. Genutzt wird sie allerdings nicht direkt für die Stromversorgung. EKZ-Fachspezialistin Marina González erklärt: «Der Speicher wird Regelenergie für die nationale Netzgesellschaft Swissgrid zur Verfügung stellen und damit zur Stabilisierung des Stromnetzes von Lissabon bis Istanbul beitragen.»

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Guntram Rehsche (Solarmedia)
    600 Haushalte werden genannt, um Vorstellung von Kapazität zu erhalten. Gebraucht wird Batterie aber zur Bereitstellung von Regelenergie (kfr. Ausgleich von Angebot und Nachfrage) - in diesem Bereich wirtschaftlich. Bei heutigen Preisen amortisiert sich Anlage in fünf Jahren. Atomstrom dazu unfähig, da auf einer anderen Verteilnetzebene. Auch nach Abstimmung zur Energiestrategie haben Atombefürworter nicht gemerkt, was zukunftsfähig ist - und keine Ahnung zu haben, wie Stromnetz funktioniert.
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  • Kommentar von Peter Brenner (Brenner)
    Das kleinste Pumpspeicherwerk der Schweiz - auch das älteste, mehr als 100 Jahre alt -, der Engeweiher bei Schaffhausen, hat eine Kapazität von 30 Megawattstunden, also das Vierfache der "Superbatterie". Diese will ein Problem (Netzstabilität) lösen, dass es ohne die "Stromwende" gar nicht geben würde. Vornehm schweigt sich die Meldung über Kosten und Lebensdauer aus.
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    1. Antwort von N Seiler (Seiler)
      Diese Stromwende braucht es aber nun halt einmal, die AKW's laufen ja alles andere als zuverlässig, wie das neueste Beispiel wieder zeigt. Wenn man nie in neue Technologie investiert, werden sie auch nicht besser. Auch in AKW's und andere Technologien wurden einst riesige Summen investiert, damit diese tauglich wurden.
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  • Kommentar von Ueli Lieberherr (UL)
    Eines der grossen Zukunftsprobleme beim Strom ist die Netzstabilität und daher sind solche Systeme unbedingt notwendig, kein Kraftwerk kann so schnell reagieren wie ein solches System. Woher stammmen Ihre Infos Herr J-Ph. D. aus A.?
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