Indikator briefliche Stimmabgabe: Das Volk strömt an die Urne

Der Countdown läuft: Am 9. Februar werden in Zürich und in Winterthur eine neue Regierung und ein neues Parlament gewählt. Und es wird auch über brisante nationale Vorlagen abgestimmt. Die briefliche Stimmabgabe zeigt: Das lockt die Stimmberechtigten an die Urne wie schon lange nicht mehr.

Die Wahlzettel werden zum Zählen aus einer Urne in eine Plastikwanne geleert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Noch sind die Urnen verschlossen. Doch alles deutet in Winterthur und Zürich auf eine hohe Beteiligung hin. Keystone

Vier Tage vor der Wahl hat in Zürich bereits ein Drittel aller Stimm- und Wahlberechtigten das Stimmcouvert an die Stadt zurück geschickt. Das sind mehr als üblich. In der Zürcher Stadtkanzlei rechnet man damit, dass sich am 9. Februar mehr als die Hälfte des Stimmvolkes an den Abstimmungen und Wahlen beteiligt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Winterthur: Auch dort ist der Rücklauf bei der brieflichen Stimmabgabe höher also sonst. Und auch in Winterthur rechne man mit einer Stimm- und Wahlbeteiligung von über 50 Prozent am Wochenende, heisst es auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen»

Initiative lockt Stimmberechtigte an die Urne

Mobilisierend wirkt vor allem die nationale Abstimmung über die Initiative der SVP, die die Einwanderung begrenzen will. Die Erfahrung zeigt: Nicht alle, die Stimmen gehen, nehmen auch ihr Wahlrecht war. Auch bei der Wahl vor vier Jahren wurde gleichzeitig über wichtige nationale Vorlagen abgestimmt. In Zürich lag die Stimmbeteiligung damals bei 44 Prozent, die Wahlbeteiligung jedoch nur bei 37 Prozent.