«Jawohl, den Abstieg nehme ich in Kauf»

Der neue Eigentümer des EHC Kloten, Hans-Ulrich Lehmann, will den Club erfolgreich führen. Dabei steht nicht der sportliche Erfolg im Zentrum, sondern gesunde Finanzen. Einen Abstieg in die Nationalliga B nimmt er dafür auch in Kauf.

Die Playoffs mit Ach und Krach erreicht und in der ersten Runde gegen Davos ohne einen einzigen Sieg ausgeschieden: Am Ende der Saison klaffte in der Kasse des EHC Kloten ein Loch von acht Millionen Franken. Das ist die Saisonbilanz des Hockeyklubs. Die kanadischen Besitzer hatten nach einem Jahr genug und wollten aussteigen.

Es sah nach Untergang aus, bis Hans-Ulrich Lehmann als Retter auftauchte. Ein Retter mit klaren Vorstellungen, wohin er mit dem ehemaligen Serienmeister will: Zurück auf die Erfolgsstrasse, aber ohne Defizit. Kein selbstverständliches Ziel, schliesslich ist kaum einer der zwölf NLA-Eishockeyclubs der Schweiz selbsttragend. Ausnahme ist der SC Bern. «Mit Eishockey lässt sich kein Geld verdienen», ist sich Hans-Ulrich Lehmann bewusst, wie er als Wochengast des «Regionaljournals» erklärte. Der erfolgreiche Unternehmer aus Glattfelden ist jedoch überzeugt, dass es machbar ist, gutes Eishockey mit kleinem Budget zu spielen.

Abstieg in die Nati B

Was aber, wenn Kloten nicht erfolgreich in die neue Saison startet? Dann sei er nicht bereit, einen teuren Ausländer einzukaufen, versichert Hans-Ulrich Lehmann. Lieber steige er mit der Mannschaft in die Nationalliga B ab. Er lasse sich da nicht wie andere von seinen Emotionen leiten: «Ich bin kein Mäzen», so der neue Besitzer des EHC Kloten.

(seib;meys; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)