Sicherheit in Zürich Jeder fünfte Zürcher fühlt sich in der Nacht nicht sicher

Sicher am Tag, unsicher in der Nacht: Fast alle Zürcherinnen und Zürcher fühlen sich tagsüber sicher in der Stadt. Auch wenn sie alleine unterwegs sind. Nachts hingegen zeigt sich ein anderes Bild. Jeder fünfte Zürcher fühlt sich unsicher oder geht gar nicht erst alleine auf die Strasse.

Mann und Frau in Polizeiuniform laufen durch Strasse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jeder zweite Zürcher meidet nachts bestimmte Orte. Sie fürchten sich vor allem an der Langstrasse. Keystone

Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der Polizei? Behandelt die Polizei alle Personen gleich? Wie sicher fühlen Sie sich in der Stadt? Im Auftrag der Stadtpolizei hat das Marktforschungsinstitut DemoSCOPE eine represäntative Bevölkerungsumfrage durchgeführt. Rund 2300 Personen wurden befragt.

Die Umfrage zeigt: 97 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher fühlen sich sicher in ihrer Stadt - zumindest tagsüber. Nachts sieht es anders aus. Jede fünfte Person fühlt sich unsicher oder ist aus Sicherheitsgründen gar nie alleine unterwegs. Rund die Hälfte meidet nachts gar bestimmte Orte. Hier wurde vor allem die Langstrasse im Kreis vier genannt.

Bevölkerungseindruck: Ausländer werden anders behandelt

Relativ offen steht die Bevölkerung Videoüberwachung und Bodycams gegenüber. Die Akzeptanz hängt allerdings von den Umständen ab. So können sich die Befragten einen Einsatz bei Grossveranstaltungen, Sportanlässen und Demonstrationen vorstellen.

Insgesamt 60 Prozent finden es gut, wenn die Polizei gezielt Personen kontrolliert, auch wenn nur ein geringer Verdacht besteht. Allerdings hat rund ein Drittel der Befragten den Eindruck, die Stadtpolizei behandle nicht alle gleich. Teilweise anders behandelt würden vor allem Ausländer, Migranten, Asylsuchende, dunkelhäutige oder ausländisch aussehende Menschen.