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Stadtratswahlen Winterthur Jürg Altwegg deutlich zum Stadtrat gewählt

Legende: Audio Interview mit Jürg Altwegg (2.4.2017) abspielen. Laufzeit 02:38 Minuten.
02:38 min, aus Regi ZH SH vom 02.04.2017.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gewählt ist Jürg Altwegg (Grüne). Er erhält im 2. Wahlgang 14'257 Stimmen.
  • Daniel Oswald (SVP) schafft die Wahl nicht. Er erzielt 8'624 Stimmen.
  • Jürg Altwegg erhält damit fast doppelt so viele Stimmen wie sein Kontrahent.
  • Jürg Altwegg lag in allen Stadtkreisen vorne, ausser in Seen. Dort erhielt Daniel Oswald zehn Stimmen mehr.
  • Jürg Altwegg kann damit den Sitz der Grünen in der Winterthurer Stadtregierung verteidigen. Zurückgetreten ist Matthias Gfeller im Zuge der sogenannten Wärmering-Affäre.
  • An der Zusammensetzung der Winterthurer Stadtregierung ändert sich damit nichts. Sie besteht weiterhin aus FDP (2), SVP (1), CVP (1), SP (2) und Grünen (1).
Legende:
Ersatzwahl Stadtrat Winterthur 2017. Stadt Winterthur

Der frisch gewählte Winterthurer Stadtrat Jürg Altwegg freut sich sehr über seine deutliche Wahl: «Es ist super. Auf einer Skala von 1 bis 100 freue ich mich 150.» Mit einem so klaren Resultat habe er nicht gerechnet. Er habe zwar ruhig geschlafen, im Laufe des Morgens sei er aber schon ziemlich nervös geworden.

Beim Frühstücken bin ich richtig nervös geworden.
Autor: Jürg AltweggStadtrat Winterthur

Jürg Altwegg würde sehr gerne das frei werdende Departement «Technische Betriebe» übernehmen: «Die Technischen Betriebe und der Bau sind meine Wunschdepartemente», so Altwegg. Er geht allerdings davon aus, dass er ein anderes Departement übernehmen muss. Es gilt das Anciennitätsprinzip, sprich Altwegg muss nehmen, was noch übrig bleibt.

Enttäuschter Verlierer

Der Wahlverlierer Daniel Oswald ist enttäuscht: «Ich wusste, dass es schwierig werden würde.» Mit einer so deutlichen Niederlage hätte er aber nicht gerechnet. Oswald glaubt, dass es verschiedene Gründe für seine Niederlage gibt. Es seien wohl mehr Linke an die Urne gegangen, das bürgerliche Lager habe aber auch sicher nicht genügend mobilisiert.

Das waren die Kandidaten im zweiten Wahlgang:

Jürg Altwegg (Grüne).
Legende: Der neue Winterthurer Stadtrat heisst Jürg Altwegg (Grüne). zvg

Jürg Altwegg ist 46 Jahre alt, gelernter Elektrotechniker und politisiert für die Grünen seit 2007 im Winterthurer Stadtparlament. Dort präsidiert er seit 2014 die Sachkommission «Soziales und Sicherheit». Nach Matthias Gfeller ist Jürg Altwegg der zweite Grüne Stadtrat in Winterthur. Im ersten Wahlgang erhielt Jürg Altwegg mit 5336 Stimmen noch das drittbeste Resultat.

____________________________

Daniel Oswald (SVP).
Legende: Daniel Oswald (SVP) hatte im zweiten Wahlgang keine Chance. zvg

Daniel Oswald ist 51 Jahre alt, gelernter Maschinenmechaniker und sitzt seit 2010 für die SVP im Winterthurer Stadtparlament. Mit seiner Wahl wäre die SVP zum ersten Mal mit zwei Mitgliedern in der Winterthurer Regierung vertreten gewesen. Im ersten Wahlgang erhielt Daniel Oswald 7451 Stimmen – das beste Resultat aller Kandidatinnen und Kandidaten.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (quod erat demonstrandum)
    Auch hier ist er Weg frei für eine konstruktive Politik, weg von Polemikern, hin zu Machern!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Jawohl, mit Hilfe guter Steuerzahler aus der Marktwirtschaft und deren "Geldverteiler-Parteien", können jetzt in der verschuldeten ehemaligen Wirtschafts-Metropole Winterthur die Gewählten "konstruktive" Politik machen! Der Glaube ans "Gute" stirbt zuletzt!
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  • Kommentar von Arthur Pünter (puenti)
    Was auffällt, dass auch viele FDler, CVPler den Grünen Altwegg unterstützt haben, sonst wäre das Resultat in dieser Deutlichkeit niemals möglich gewesen. Dieses Wählersegment hat wahrscheinlich bis heute nicht realisiert, dass Winterthur 64 Mio. aus dem Finanzausgleichstopf und zusätzlich noch vom Zentrumslastenausgleich profitiert. Komfort-Sozialismus dank Umverteilung von 1240 Mio. Franken von 27 Gebergemeinden und vom Kanton Zürich im Jahre 2016.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wie im Wallis: Alle gegen die SVP! Nun, in Winterthur hat ein konservativer Kandidat im 2. Wahlgang für ein Regierungsmitglied keine Chance! Zu viele Leute hangen am Sozialpfropfen und wählen selbstverständlich jene in die Stadtregierung, die voll zum "Geldverteilen" stehen! Der "reiche" Wirtschafts-Kanton Zürich wird für die "linksgrüne" Regierung in Winterthur weiterhin finanziell einstehen!
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Als SVP Wähler sehen sie das als Niederlage, doch das ist es nicht es in eine Demokratische Entscheidung für einen Weg den man gehen will. Somit ist Herr Altweg kein Sieger sondern hat das Vertrauen bekommen seine Ideen und seine Persönlichkeit einzubringen, das nennt man Auftrag. Alle die die von Siegen und Niederlagen sprechen suchen Macht, und ich dachte das dis gerade bei den meisten Wähler nicht erwünscht ist.
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    2. Antwort von Peter Dutler (PeDu)
      Die Kandidaten der SVP verfügen, ausserhalb der eigenen Stammwählerschaft, über nicht all zuviel Kredit bei den Wählern. Denke das trifft es besser. Die SVP hat jetzt die Möglichkeit bei den offensichtlich wahlentscheidenden, wie Sie suggerieren, Sozialhilfeempfängern nachzufragen, warum dem so ist.
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    3. Antwort von Marco Steiner (Steiner)
      Wir Winterthurer können auch nix dafür, wenn Sie Probleme mit unseren Demokratieentscheidungen haben. Ich wünsche Ihnen aber von Herzen ein bisschen mehr Gelassenheit – sehen Sie doch nicht immer gleich alles als Verschwörung gegen ihre Messias-Partei…
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