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Zürich Schaffhausen Kein Geld von der Nationalbank: Kantone kommen unter Druck

Die Kantone Zürich und Schaffhausen haben ihre Rechnung ohne den Wirt, sprich: ohne die Nationalbank gemacht. In ihren Budgets rechneten sie mit Einnahmen aus der Gewinnausschüttung. Diese bleibt jetzt aber aus.

Gold im Tresor der Schweizerischen Nationalbank
Legende: Gold ist nicht mehr so viel wert: Innerhalb des letzten Jahres ist der Goldpreis um fast 30 Prozent gesunken. Keystone

Die Nationalbank rechnet dieses Jahr mit einem Verlust. Zu Buche schlägt vor allem die Wertminderung des Goldes. Allein im letzten Jahr ist der Goldpreis um fast 30 Prozent gesunken. Für die jährlichen Gewinnausschüttungen an den Bund und die Kantone ist deshalb kein Geld vorhanden.

Neue Sparmassnahmen am Horizont

Den Kanton Zürich trifft dies hart: Er hatte mit 116,5 Millionen Franken gerechnet. Dass es anders komme, habe man nicht wissen können, sagt Finanzdirektorin Ursula Gut gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Es gab keine Indikatoren, dass dies unvorsichtig gewesen wäre». Es habe auch keine dahingehenden Gespräche mit der Nationalbank gegeben. Die Regierung werde nun eine «Auslegeordnung» machen müssen, sagte Gut weiter. Sie will auch Sparmassnahmen nicht ausschliessen. Welche das sind, konnte sie nicht sagen. «Dazu ist es viel zu früh.»

Auch der Kanton Schaffhausen rechnete mit Geld der Nationalbank, allerdings nur mit 6,5 Millionen Franken. Finanzdirektorin Rosmarie Widmer Gysel trägt es mit Fassung. Das Loch in der Kasse betrage bereits 38 Millionen Franken, und es werde sich jetzt wohl um diesen Betrag vergrössern. «Es ist nicht davon auszugehen, dass wir dies anderweitig kompensieren können.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, H
    Wieder einmal mehr Beweis, dass unsere Politiker nicht haushalten können! Man erstellt ein Budget nicht anhand eventueller Gelder, die eventuell eingehen werden, nicht bevor es eine Bestätigung gegeben hat, dass diese Zahlung erfolgen wird, sondern anhand was man sicher hat. Dass Gold an Wert verliert wusste man(n)/frau schon lange. Gespart wird jetzt vermutlich wieder am falschen Ort. Aber vermutlich nicht am Beamten-Lohn von Beamten, die eine schludrige Arbeit gemacht haben.
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    1. Antwort von M. Steiner, ZH
      Aber nein auch, jetzt geht der kantonale Steuerfuss rauf. Und Städte wie Winterthur freuen sich drauf, erhöht es doch automatisch auch Ihre Einnahmen. Säuhäfeli, Säudeckeli. Naja... Wenn man Ordnungsbussen budgetiert, budgetiert man halt auch SNB-Ausschüttungen. Seriös ist das längst nicht mehr. Links blinken und rechts abbiegen eben...
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