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Zürich Schaffhausen Keine Sonderbehandlung für kleine Sexsalons in Zürich

Der Zürcher Stadtrat kommt den kleinen Sexsalons in Zürich nicht entgegen. Anders als angekündigt, verzichtet er auf entsprechende Anpassungen in der Bau- und Zonenordnung. Für die Salons heisst dies: In Wohnzonen haben sie bei strenger Regelauslegung nichts mehr zu suchen.

Legende: Video Rigorose Kontrollen abspielen. Laufzeit 7:16 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.11.2014.

Salonprostitution soll in Zürich auch in Zukunft nur dort ausgeübt werden dürfen, wo der Wohnanteil unter 50 Prozent liegt. Dies teilte der Stadtrat am Freitag mit. Diese Bestimmung soll die Wohnquartiere in erster Linie vor störenden Begleiterscheinungen des Prostitutionsgewerbes wie Lärm, Littering oder Freierverkehr schützen.

Anlässlich der Teilrevision der BZO hatten Politiker und Frauenorganisationen diverse Lockerungen gefordert - insbesondere für Kleinstsalons mit bis zu zwei Sexarbeiterinnen. Eine Spezialregelung für Kleinstsalons ist in der BZO gemäss Stadtrat jedoch «nicht erwünscht». Denn die Kontrolle der tatsächlichen Nutzung in der Praxis hält er für «kaum umsetzbar.»

Genug Platz für das Sex-Gewerbe

Nach Ansicht des Stadtrates gibt es auf Stadtgebiet ausreichend Platz für das Prostitutionsgewerbe. Bedenken, wonach es bei strenger Auslegung der BZO im Langstrassenquartier und im Niederdorf keine Sexsalons mehr geben kann, teilt er nicht. Für Salons, die bereits seit mehr als 20 Jahren existieren, gelte eine Besitzstandsgarantie.

Kein Verständnis für den Entscheid der Stadtregierung zeigt die Alternative Liste (AL). Sie betreibe eine «mutlose Prostitutionspolitik», wirft die AL der Regierung vor.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    "Sex and Drugs" zwei Bedürfnisse des Lebens, die genauso wenig ausgemerzt werden können, wie "Food and Liquids". Alle Vier, können "normal" ablaufen oder ausufern. Sprich, die Dosis macht’s. Der Mensch ist primär trieb/hormongesteuert und erst sekundär rational denkend. Zürich betreibt diesbezüglich Auslagerungspolitik. Strassenstrich ist klar die gefährlichste Form für „Mädchen/Jungs“, da von Zuhältern und extremen Freiern dominiert. Ein reguläres Puff ist viel sicherer, wenn auch parasitär.
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Kleinstsalons mit bis zu zwei Sexarbeiterinnen..., würde ja sowieso nur Wunschtraum bleiben, in der Realität aber nie funktionieren, eine eher arttypische Vorstellung eines szenenfremden Gutmenschentums. Zudem, Frauenvereine hätten wohl besseres zu tun, als sich im Sexgewerbe, wenn auch nur als Supporterinnen aller Art, breit zu machen, zum Beispiel die Aufklärung verheirateter Frauen, das wäre noch was, was vordringlicher wäre, als nachts miterleben zu wollen, wie's auf dem Strich zu+her geht.
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Wo die Prostitution zuglassen ist gibt es massiv weniger Sexualkriminalitaet! Und ausserdem.. es herrscht grosser Bedarf... und wer geht hin? Also !!!! Die Verheirateten aufklaeren.. fuer was? Extremsex nehme ich an.. na das muessen Sie schon selber machen.. bedenken Sie, alles ist erlaubt, so es BEIDEN gefaellt, ansonst ist es TABU! Will Ihre Partnerin gewisse Praktiken nicht, na dafuer hat es die Comfortfrauen.. auch Prostituierte genannt!
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    2. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      Herr Nanni, wozu denn wohl die Verheirateten Frauen aufklären? Wissen Sie, ich habe ein Puff, oder zumindest was ähnliches, und ich weiss, wo der Bartli den Most holt, oder die Horden von Männern ihren Sex, nur weil zuhause, seit ewig schon, nur noch der Wasserhahn läuft, und sonst nix mehr. Erzählen Sie daher, bitte, mir nichts, im Gegenteil, ich könnte Ihnen Geschichten erzählen, und Sie würden wohl staunen. War keine Werbung, nur eine Antwort...
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