Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen «Knaben wissen: Wenn sie gross sind, haben sie eine Sekretärin»

Für die Ur-Feministin Zita Küng ist klar: Mädchen müssen auch heute noch speziell gefördert werden. Noch immer würden Knaben gesellschaftlich bevorteilt.

Legende: Audio Zita Küng im Interview (27.6.2016) abspielen. Laufzeit 10:56 Minuten.
10:56 min, aus Regi ZH SH vom 27.06.2016.

Ja, sagt Zita Küng: Viele Mädchen und junge Frauen würden heute ihr Leben in die eigene Hand nehmen. Aber nicht alle. «Zu viele werden immer noch untergebuttert», klagt Küng im Interview mit dem «Regionaljournal». Das beginne schon in den frühen Kinderjahren: «Mit 'Hello Kitty' zeichnet man für die Mädchen den Weg vor.» Für kleine Mädchen und Jugendliche sei es dann schwierig, sich gegen Konventionen zu wehren. «Darum braucht es Stärkung, damit junge Frauen machen, was sie interessiert», sagt Zita Küng.

Für sie ist die sogenannte «Mädchenarbeit» daher nach wie vor wichtig. Dort fänden die Mädchen professionelle Unterstützung von Frauen, die wüssten, worauf es ankomme. Auch die Rahmenbedingungen für Knaben und Mädchen seien noch nicht die gleichen. Natürlich hätten auch Knaben Probleme: «Aber sie wissen, dass sie einmal gross und stark werden und dann eine Sekretärin haben.» Den Knaben würde dieses Bewusstsein von der heutigen Gesellschaft immer noch gegeben – den Mädchen nicht.

Angst vor dem 'Backlash'

Küng, die sich seit 40 Jahren für Gleichstellung einsetzt, sieht zwar Fortschritte. Gleichzeitig fürchtet sie einen 'Backlash', dass es also nach 40 Jahren Feminismus plötzlich eine Gegenreaktion gibt.

(kueh; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Weg mit den beeinflussenden Symbolen bei Jungs! Räuber und Poli – verbieten! Modelleisenbahn – problematisch! Sackgeld für Jungs – viel zu patriarchalisch! Panini-Heftli – staatsgefährdend! Gebt ihnen Barbiepuppen, Stoff-Rössli und Platik-Küchen. Nur so lässt sich echter Gender-Mainstreamquatsch erreichen! :-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen