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Zürich Schaffhausen Krank, geschunden, illegal: Polizei warnt vor Hundeimporten

Die Stadtpolizei Kloten kontrolliert neu gezielt Hundehalter und ihre Vierbeiner. Immer mehr Hunde werden aus dem Ausland importiert, ihnen fehlen meist die nötigen Impfungen und Kurse. Die Klotener Polizei will damit niemanden schikanieren: Es geht ihr um das Wohl der Tiere.

junger Appenzeller Sennenhund schaut uns mit schrägem Kopf aufmersam an
Legende: Lieber einheimisch - die Stadtpolizei Kloten will Hundehalter sensibilisieren. Keystone

Seitdem es keine Zollstationen mehr gibt, werden immer mehr Hunde ohne Kontrolle importiert. Oft sind es Hunde aus günstigen Internet-Angeboten; ihre Herkunft ist den Käufern nicht bekannt, und die Übergabe findet zumeist auf Parkplätzen statt.

Solche Hunde seien oft krank und geschunden, da sie aus nicht-tiergerechten Zuchten stammten, sagt Karin Schaub, Tierschutzexpertin der Stadtpolizei Kloten. Auch fehlen ihnen häufig wichtige Impfungen, die neuen Halter melden sie in der Schweiz nicht an und besuchen auch nicht die obligatorischen Hundekurse. Immer noch werden auch kupierte Hunde importiert.

Billigzüchtern das Geschäft vermiesen

Als erstes Polizeikorps im Kanton Zürich kontrolliert die Stapo Kloten deshalb neuerdings gezielt Hunde. Zweck der Aktion sei es nicht, Hundehalter zu schikanieren. Die Aktion dient laut Schaub vor allem dazu, Hundehalter und potentielle Käufer zu sensibilisieren, damit sie nicht auf Billigangebote verantwortungloser ausländischer Züchter hereinfallen. Das Geschäft mit Billigzuchten soll so an Attraktivität verlieren - zum Wohl der Hunde.