Kritik am Sozialamt Beschwerdestelle in Dübendorf wird genutzt

31 Fälle hatte der Ombudsmann im ersten Jahr zu behandeln. Die Stadt atmet beruhigt auf, sie hatte mit mehr gerechnet.

An einen Schalter füllt eine Frau verschiedene Papiere aus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Dübendorfer Sozialamt kam in die Kritik, weil es Sozialhilfebezüger schlecht behandelt haben soll. Keystone/Symbolbild

Die Sozialhilfe Dübendorf behandle die eigenen Sozialhilfeempfänger wie Schmarotzer, bediene Klienten absichtlich falsch. Diese Vorwürfe wurden Ende 2016 laut. Die Stadt Dübendorf setzte daraufhin eine Anlaufstelle ein.

Nach einem knappen Jahr hat der Ombudsmann der Stadt erstmals Bericht erstattet. Genaue Einzelheiten kann Sozialvorstand Kurt Spillmann (SVP) aus Datenschutzgründen nicht preisgeben, auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» gibt er aber Zahlen bekannt: 31 Personen haben sich seit Dezember 2016 beim Ombudsmann gemeldet, 25 davon haben sich über die Sozialhilfe beklagt. Für Kurt Spillmann ein beruhigender Befund.

«  Wir hatten mit viel mehr Fällen gerechnet. Diese 25 Fälle halten sich absolut im Rahmen. »

Kurt Spillmann
Sozialvorstand Dübendorf

Am wichtigsten ist für Kurt Spillmann die Feststellung des Ombudsmannes, dass seine Sozialhilfe korrekt arbeite. In keinem einzigen Fall seien Nachzahlungen an Sozialhilfeempfänger nötig geworden, betont er.

Viel Lärm um nichts?

Auch wenn sich jede zweite Woche jemand beim Ombudsmann über die Dübendorfer Sozialhilfe beschwert hat, findet Kurt Spillmann: «Es war viel Lärm um nichts, wenn man jetzt das Resultat sieht.» Der Bericht des Ombudsmannes lege auf jeden Fall keine dringenden Massnahmen nahe.