Linda De Ventura – AL: Die ruhige Revolutionärin

Linda De Ventura sitzt erst seit kurzem für die AL im Kantonsparlament, möchte aber schon Regierungsrätin werden. Die AL sei eine Partei, die anpacke, und das brauche der Regierungsrat. Schaffhausen müsse für Familien attraktiver werden, etwa dank besserer Bildung und mehr Horten.

  • Alter: 30 Jahre
  • Politisches Amt: Kantonsrätin
  • Politisch aktiv seit: 2012
  • Partei: AL
  • Erlernter Beruf: Sozialarbeiterin
  • Zivilstand: ledig

Sie sei die steilste Senkrechtstarterin Schaffhausens. Das sagt AL-Kantonsrätin und Regierungsratskandidatin Susi Stühlinger über ihre Kollegin Linda De Ventura. Kaum im Kantonsparlament, hat Linda De Ventrura bereits dem Kampf aufgenommen gegen das neue Spitalgesetz – und zwar so ziemlich allein. Das Resultat: Ein Drittel der Stimmbevölkerung überzeugt, die Volksabstimmung verloren.

Die Gesundheitspolitik und die Sozialpolitik sind Linda De Venturas Steckenpferde. Doch gefragt nach dem dringensten Problem Schaffhausens nennt sie die Familienpolitik. Schaffhausen sei noch immer zu wenig attraktiv für Familien. «Wir brauchen bessere Tagesstrukturen, in den Schulen eine bessere Förderung und weniger Sparmassnahmen auf dem Buckel der Familien.»

«Der Regierungsrat braucht junge Frauen»

Linda De Ventura ist die ruhigere der beiden AL-Kandidatinnen. Als gewissenhaft beschreibt sie Susi Stühlinger. Trotzem sagt Linda De Ventura von sich selbst: «Ich bin eine Revolutionärin.» Als Beispiel nennt sie den Kampf gegen das Spitalgesetz. Für den Regierungsrat sei sie bereit. «Es ist wichtig, dass jüngere Leute und Frauen vertreten sind», findet sie. Gleichzeitig weiss sie, dass die Doppelkandidatur der AL kaum Chancen hat. «Ich möchte wirklich in den Regierungsrat, aber ich bin auch zufrieden, wenn die AL mehr Wählerinnen und Wähler gewonnen hat.»