Luftqualität wird immer besser

Die Luft in der Ostschweiz und in den Kantonen Zürich und Schaffhausen ist letztes Jahr erneut besser geworden - trotz vieler Wetterkapriolen. Das zeigt die Bilanz der Messungen von 2012 in den acht Kantonen, die zum Messverbund OSTLUFT gehören.

Das Bild zeigt ein Luft-Messinstrument, das aus einem unten offenen Metallzylinder und drei gelben Stäben besteht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Weniger Schadstoffe: Messstation in Zürich-Brunau. (Archivbild) Keystone

2012 war geprägt von Witterungsextremen: Bittere Kälte im Februar, eine Hitzewelle im August. Das sind Wetterphänomene, die sich normalerweise negativ auf die Luftqualität auswirken. Trotzdem sind die Grenzwerte beim Feinstaub, beim Stickstoffdioxid und beim Ozon weniger oft überschritten worden als im Vorjahr. Das zeigen die neusten Daten des Messverbundes OSTLUFT, dem - neben dem Fürstentum Liechtenstein  - acht Schweizer Kantone angehören, darunter Zürich und Schaffhausen.

Luft in der Nähe von Strassen bleibt schlecht

Allerdings: In unmittelbarer Nähe dichtbefahrener Strassen ist die mittlere Luftbelastung immer noch zu hoch. Die Spitzenwerte lieferten im Grossraum Zürich  2012 die Messstation an der Schimmelstrasse im Zürcher Kreis 3 und jene in Opfikon Balsberg. Flächendeckend überschritten wurde an gewissen Sommertagen der Ozon-Grenzwert, wenn auch weniger häufig als im Vorjahr.

Verbesserungspotential bei Autoabgasen und Holzfeuerungen

Dass sich die Luftqualität stetig verbessert, sei auf die immer strengeren Abgasvorschriften zurückzuführen, sagt Valentin Delb, Leiter der Abteilung Lufthygiene des Kantons Zürich. «Generelle Entwarnung können wird aber nicht geben. Noch immer sind viele Menschen zeitweise zu schlechter Luft ausgesetzt», so Delb weiter. Neben weiteren Senkungen der Abgasvorschriften gebe es vor allem bei den Holzfeuerungen, die für einen Teil der Feinstaubbelastung verantwortlich sind, noch Handlungsbedarf.