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Zürich Schaffhausen «Man sieht in Abgründe»

Hartmuth Attenhofer, Statthalter und Bezirksratspräsident von Zürich, tritt Ende Jahr aus Altersgründen vorzeitig zurück. Er wird in diesem Jahr 67 Jahre alt. In seinem Amt erlebte er auch oft schwierige Situationen. Sein Rezept: Die strikte Trennung von Arbeit und Privatleben.

Hartmuth Attenhofer, Statthalter
Legende: Hartmuth Attenhofer wurde 2009 zum Statthalter gewählt. Die Fliege war sein Markenzeichen. zvg

Als Statthalter erhielt Hartmuth Attenhofer immer wieder Einblicke in das Leben von Menschen, die Straftaten begehen. Das habe ihn sehr geprägt, sagt er im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «Es gab auch Leute. die renitent waren.» Er habe dann jeweils versucht, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sie zu überzeugen, dass sie einen Fehler gemacht hätten.

Der Chef mit der Kochkelle

Attenhofer gilt als geselliger Mensch, der sein Amt mit Humor führt. Diese beiden Seiten würden sich gut vertragen, sagt er. Sein Rezept: «Im Berufsleben sieht man in tiefe Abgründe, dies darf das Privatleben aber nicht belasten. Da muss man klar trennen können.»

Die genussvollen Seiten pflegte Attenhofer auch als Chef: Das gemeinsame Essen mit den Mitarbeitern einmal im Monat bereitete der gelernte Koch in der Regel selbst zu. «Es gab jeweils etwas Einfaches», erzählt Attenhofer: «Hörnli und Gehacktes, oder Gulasch - denn im Geschäft gibt es nur eine einzige Herdplatte.»

Zur Person

Attenhofer war ab 1997 nebenamtliches Mitglied des Bezirksrates und wurde 2009 als Statthalter im Vollamt gewählt. Der gelernte Koch und frühere Tierpfleger war mehr als 30 Jahre als Journalist und Redaktor tätig. Von 1991 bis 2009 war er Mitglied des Kantonsrates, den er 2006/07 präsidierte.

(sda/kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)

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