Mehr Geld für Breiten- und Jugendsport

Der Zürcher Kantonsrat gibt sich sportlich. Er will zusätzlich sieben Millionen Franken in den Breiten- und Jugendsport investieren. Regierungsrat Mario Fehr spricht von einem «ganz starken Zeichen».

Mehr Geld für den Juniorensport: Spielszene eines Juniorenmatches im Stadion Utogrund in Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr Geld für den Juniorensport: Spielszene eines Juniorenmatches im Stadion Utogrund in Zürich. Keystone

Mit einer Gesetzesänderung sollen vom Ertrag der Interkantonalen Landeslotterie (Swisslos), den der Kanton Zürich erhält, neu 30 Prozent und nicht mehr nur 21 Prozent in den Sportfonds fliessen. Der Beitrag erhöht sich so jährlich von rund 16 auf 23 Millionen Franken.
Entsprechend kleiner wird der Anteil für den Lotteriefonds, aus dem Projekte aus den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung und Freizeit unterstützt werden. Die Forderung nach einer Aufstockung zugunsten des Sports hatte eine Motion von drei CVP-Kantonsräten gefordert, die 2013 an den Regierungsrat überwiesen worden war.

Nur Grüne dagegen

Gegen die Gesetzesänderung sprachen sich einzig die Grünen aus. «Wir sind nicht gegen den Sport und auch nicht gegen die 30 Prozent», sagte Res Marti. Es sei aber der «denkbar schlechteste Zeitpunkt» für eine Neuverteilung der Lotteriegelder.
In den übrigen Fraktionen herrschte die Meinung vor, die Aufstockung des Sportfonds sei eine sinnvolle Massnahme. Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) sprach von einem «ganz starkes Zeichen» für den Breitensport. Dem Sport komme bezüglich Integration und Gesundheit eine zentrale Rolle zu.

Die Schlussabstimmung findet in vier Wochen statt. Es zeichnet sich jedoch eine deutliche Mehrheit ab.