Mehr Hilfe für Suizidgefährdete im Kanton Zürich

Der Zürcher Regierungsrat will erreichen, dass sich weniger Menschen das Leben nehmen. Er macht die Suizidprävention zu einem seiner Schwerpunkte. Dazu gehören mehr Hilfsangebote für Selbstmordgefährdete und die bessere Aufklärung der Bevölkerung.

Eine Hand neben einer Packung Tabletten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Kanton Zürich hat ein Massnahmenpaket zur besseren Suizidprävention geschnürt. Colourbox

Etwa 180 Menschen nehmen sich im Kanton Zürich pro Jahr das Leben. Eine zu hohe Suizidrate, findet der Zürcher Regierungsrat. Er will deshalb bis 2018 das Schwerpunktprogramm «Suizidprävention Kanton Zürich» umsetzen.

Das Programm umfasst 18 Projekte, in die alle kantonalen Direktionen involviert sind. Der Regierungsrat hat dafür 2,93 Millionen Franken bewilligt. Zum einen soll die Aufklärung der Bevölkerung verbessert werden, zum anderen will der Regierungsrat die Hilfe zur Selbsthilfe stärken.

Help-Line und Notfallkarte

Einige Massnahmen bestehen bereits und werden intensiviert, andere werden neu lanciert. So soll etwa die Unterstützung für Menschen in suizidalen Krisen gestärkt werden. Konkret geplant sind eine Help-Line für Fachpersonen und eine Notfallkarte mit 24-Stunden-Hilfsangeboten, wie Sibylle Brunner, Beauftragte des Kantons
Zürich für Prävention und Gesundheitsförderung, sagte.

Auch sollen die Möglichkeiten zum Suizid eingeschränkt werden, etwa mit baulichen Massnahmen oder mit dem verstärkten Rückruf von Waffen und Medikamenten. Ein weiteres Projekt sieht vor, dass Fachpersonen wie Schulsozialarbeitende oder Angehörige medizinischer Berufe geschult werden. Zudem soll ein Monitoring die
Datengrundlage für die Prävention verbessern.