«Miller's High Life»: Senioren experimentieren im Theaterlabor

Sie sind alle schon ein bisschen älter – wollen aber nicht einfach eine weitere Senioren-Theatergruppe sein. Rund zwei Dutzend Seniorinnen und Senioren erforschen gemeinsam Fragen rund ums Alter und finden dafür ihre ganz eigene Theatersprache.

Auf der schwarzen Bühne stehen und gehen ein paar ältere Menschen. Im vordergrund der Regisseur. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Improvisieren, Experimentieren, Forschen: Seniorinnen und Senioren auf der Bühne im Miller's Studio. zvg

Am Dienstag war das erste Treffen. Die meisten der Seniorinnen und Senioren wissen nicht so genau, was sie erwartet. Sie sind einfach neugierig, haben Lust am Experimentieren und wollen einmal auf einer Bühne stehen.

Frischer Wind

Mit Experimenten wie «Miller's High Life» verfolgt Barbara Ellenberger, die neue Leiterin des Miller's, ein klares Ziel: «Ich will die Türen des Miller's so weit wie möglich aufmachen.» Sie hatte keine Ahnung, wie die Nachfrage nach einem solchen Angebot sein würde. Doch das Interesse war so gross, dass sie einige Leute vertrösten musste. Sie stehen nun auf einer Warteliste für eine weitere Runde.

Die 22 Glücklichen, die in der ersten Auflage mitmachen dürfen, erforschen nun gemeinsam Fragen rund um das Thema Familie. Was dabei herauskommt ist offen: Der Regisseur Ron Rosenberg vergleicht es mit einer Jam-Session: «Jeder und jede soll das machen, was ihn oder sie interessiert.» Im Januar soll das Ergebnis des Experimentes auf der Bühne zu sehen sein.