Mit einem ersten Kuss in die neue Spielzeit

Das Kellertheater Winterthur startet mit einem zeitgenössischen Stück in die neue Saison. Das Leitungsduo will das bewährte Konzept beibehalten. Experimente und Skandale überlassen sie lieber anderen Häusern.

Die Zahlen stimmen. Das Kellertheater hat eine Auslastungsquote von rund achtzig Prozent. Damit kann das Leitungsduo Doris Strütt und Udo van Ooyen, das seit fünf Jahren das Theaterhaus in Winterthur führt, zufrieden sein.

Deshalb wollen die beiden auch in der neuen Saison nicht von ihrem bewährten Konzept abrücken. Was sich auch gleich in der ersten Aufführung zeige, so Udo van Ooyen: «Wir wollen neue Autoren entdecken. Und Noah Haidle wurde in der Schweiz noch nie aufgeführt.»

Autorentheater, Lesungen und Tango

So kommt es mit dem Stück «Alles muss glänzen», einer grotesk-skurriles Familiengeschichte, zu einer schweizweiten Premiere. Nach dem Kellertheater zeigt auch das Theater an der Winkelwiese das Werk des US-Amerikaners.

Das Kellertheater will auch sonst an seinem Konzept festhalten. Es wartet auf mit zeitgenössischem Autorentheater. Keine Experimente oder Verfremdungen, sondern solides Schauspiel.

Dazu gibt es regelmässig Lesungen und jeden Montag Abend verwandelt sich der Keller in der Winterthurer Altstadt in ein Tango-Lokal: «Auf diese Milongas sind wir sehr stolz. Diese Abende haben sich in kurzer Zeit zu Magneten entwickelt», so Udo van Ooyen. Mit dieser klaren und bewährten Linie will das Leitungsduo das Kellertheater auch in der neuen Spielzeit auf Kurs halten.

(sted; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30)