Mit Mango und Micky Maus: Das Programm 2013 des Museums Rietberg

Das Zürcher Museum Rietberg blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück und hat sich für das nächste gleich einiges vorgenommen. So soll ein jüngeres Publikum ins Museum gelockt werden - etwa mit Hilfe von Comics. Und die China-Sammlung strahlt in neuem Glanz.

Zwei eierschalenfarbene Tonpferde mit blauen Flecken. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eines von 850 Objekten in der wiedereröffneten China-Abteilung: Zwei Tonpferde aus der Tang-Dynastie. zvg/Rainer Wolfsberger

«Seit der Eröffnung des Erweiterungsbaus im Jahr 2007 haben wir eine ständige Steigerung der Besucherzahlen - das ist toll», sagt Museumsdirektor Albert Lutz. Doch ausruhen auf dem Erfolg ist nicht angesagt. Das Museum Rietberg will im nächsten Jahr mehr Leute ins Museum Rietberg locken - vor allem solche, die bis jetzt keinen Bezug zur aussereuropäischen Kunst hatten, die das Museum ausstellt.

Comic, Café und gratis Eintritte

So steht 2013 zum Beispiel die Sonderausstellung «Yaks, Yetis, Yogis» auf dem Programm. Da werden Comics gezeigt, die in Tibet spielen. «Micky Maus war in Tibet und auch Tim und Struppi», sagt Albert Lutz.

«Diese Comics zeigen zwar ein vollkommen falsches Bild. Man kann mit ihnen aber das heutige Leben sehr gut beleuchten.»

Ausserdem soll das Museum auch als Ausflugsziel propagiert werden: «Wir wollen das Café vergrössern, schliesslich liegt das Museum im wunderschönen Rieterpark.»

Der Eintritt in die Sammlung ist im Jahr 2013 gratis. «Wir möchten diejenigen Leute anlocken, die denken, Kunst aus Afrika und Asien interessiere sie sowieso nicht», so Lutz. Finanziell sei dies zu verkraften, denn Geld verdient das Museum vor allem mit Sonderausstellungen.

Grosse China-Sammlung

Für die Stammgäste wird das Museum ebenfalls nicht langweilig. Denn soeben hat die China-Sammlung nach sechs Monaten Umbau die Türen wieder geöffnet. Statt 250 Objekte zeigt das Museum nun über 800: von der schlichten Vase bis hin zum filigran verzierten Topf.