Mit Motörchen gegen Fluglärm: Bund gibt grünes Licht

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat das neue Lärmschutzkonzept des Flughafens Zürich genehmigt. Das Konzept sieht Schutzmassnahmen für rund 1300 Liegenschaften im Süden des Flughafens vor.

Flugzeug startet direkt hinter Wohnhaus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Diese Schlafzimmerfenster sollen morgens automatisch schliessen. Keystone

Vor drei Jahren wurde der Flughafen Zürich vom Bundesgericht dazu verpflichtet, ein Schutzkonzept für die lärmgeplagte Bevölkerung im Süden des Flughafens auszuarbeiten. Dieses Konzept wurde nun vom BAZL genehmigt.

Dank verschiedenen Massnahmen sollen Anwohnerinnen und Anwohner, die von den morgendlichen Südanflügen besonders stark betroffen sind, speziell geschützt werden. Gemäss dem vom BAZL nun genehmigten Konzept soll an den Schlafzimmerfenstern exponierter Wohnliegenschaften ein automatischer Schliessmechanismus eingebaut werden. Vom Konzept profitieren rund 1300 Gebäude in den Gemeinden Opfikon-Glattbrugg, Wallisellen, Zürich und Dübendorf. Dank dem Mechanismus soll die Bevölkerung weniger durch Fluglärm geweckt werden.

«Skandalöses Agieren des BAZL»

Beim Verein «Flugschneise Süd - NEIN» ist man über diesen Entscheid enttäuscht. Wie der Präsident des Vereins gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» erklärte, seien die Schutzmassnahmen unzureichend und würden dem Bundesgerichtsentscheid widersprechen. Deshalb erwäge der VFSN «rechtliche und politische Schritte, um gegen dieses skandalöse Agieren des BAZL vorzugehen.»