Neue Kohle für das Winterthurer Dampfzentrum

Das Dampfzentrum in Winterthur ist fürs Erste gerettet: Dank privaten Spenden kann das Zentrum für weitere drei Jahre betrieben werden. Die Dampfmaschinen-Ausstellung auf dem Sulzer-Areal stand wegen finanzieller Schwierigkeiten vor dem Aus.

Seit Jahren kämpfen Stiftung und Verein Dampfzentrum ums Überleben. Die weltweit einzigartige Sammlung mit über 80 Dampfmaschinen, Baggern und Dampfwalzen steht seit 2011 in der Halle 181 auf dem Sulzer-Areal. Seit Anfang Jahr konnte die Stiftung die Miete von 100'000 Franken nicht mehr bezahlen. Vergebens hatte der Verein auf die finanzielle Unterstützung der Stadt gehofft.

Wut-Inserat öffnete private Kassen

Stephan Amacker, Präsident des Vereins Dampfzentrum, hatte im Mai seiner Wut über die mangelnde Unterstützung in einem Inserat im «Landbote» Luft gemacht. «Das ist beim Volk eingefahren. Es ging Schlag auf Schlag und nun sind wir auf gutem Weg», bestätigt er einen Bericht in der NZZ.

Das heisst, private Gönner sammelten das Geld für die Miete. Nun kann der Verein den Betrieb für die nächsten drei Jahre aufrechterhalten. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Der Vorstand sucht nach einem neuen Standort. Dort sollen nicht nur die Maschinen laufen, sondern es soll auch die Geschichte der damaligen Unternehmer erzählt werden.