Pensionskasse BVK steht wieder besser da

Der Deckungsgrad der Zürcher Beamtenversicherungskasse (BVK) ist nach vier Jahren erstmals wieder über die 90-Prozent-Marke geklettert. Dies dank der Zwei-Milliarden-Franken Einmaleinlage des Kantons Zürich und des positiven Börsengangs im letzten Jahr.

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Bildlegende: BVK-Chef Thomas Schönbächler konnte vor den Medien Positives berichten. Keystone

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Bildlegende: Am BVK-Sitz in der Nähe des Stampfenbach-Platzes in Zürich freut man sich über bessere Zahlen. Keystone

Die skandalgeschüttelte BVK steht nicht mehr ganz so schlecht da, wie auch schon. Wie BVK-Chef Thomas Schönbächler am Montagnachmittag vor den Medien ausführte, stieg der Deckungsgrad der Kasse im letzten Jahr von 83,4 Prozent auf 87,5 Prozent. Zusammen mit der Einmaleinlage des Kantons erreicht der Deckungsgrad nun 90,9 Prozent.

Dank diesem Wert müssen die Versicherten    nun nicht zusätzliches Geld in die Kasse einschiessen, um sie finanziell zu stärken. Das heisst, sie müssen keine Sanierungsbeiträge einzahlen. Direkte Sanierungsbeiträge müssen nur die Arbeitgeber zahlen. Aber auch die Versicherten kommen nicht ganz ungeschoren davon, sie müssen höhere Beiträge zahlen, je nach Alter um 1 bis 3 Prozent. Ausserdem werden die Beiträge auf dem eigenen Konto zu einem tieferen Satz verzinst, als der Bundesrat vorgibt.

Chef hofft auf 100 Prozent im 2020

BVK-Chef Schönbächler rechnet damit, dass die Kasse 2020 saniert ist, also dass sie dannzumal einen Deckungsgrad von 100 Prozent aufweist, wenn der Aufwärtstrend in dieser Form weitergeht.

Bislang schrieb die Kantons-Pensionskasse vor allem Negativschlagzeilen. Ihr Image litt unter dem grossen Korruptionsskandal und ihrer schlechten finanziellen Situation. Ab 2014 ist die BVK keine staatliche Institution mehr, sondern eine private Firma.