Ratlosigkeit unter den Schaffhauser Lehrkräften

Die Lehrer in der Stadt Schaffhausen müssen weiter auf eine Entlastung warten. Das Parlament hat gestern die Mini-Schulreform an die Kommission zurückgewiesen. Diese hätte die Lehrer zum Beispiel bei der Administration oder bei Elterngesprächen entlastet. Die Lehrer sind konsterniert.

Ein Lehrer steht inmitten seiner Schulklasse Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Keine Entlastung für Lehrer in den Schulen der Stadt Schaffhausen Keystone

Die FDP und die SVP wollten im Grossen Stadtrat auf die Vorlage nicht eingehen und wiesen sie an die zuständige Kommission zurück.

Die Kommissionsmitglieder sind ratlos, was sie denn neu aufgleisen sollen, da die Kritiker im Stadtparlament dies nicht präzisierten. Auch Schulreferent Urs Hunziker (FDP) ist enttäuscht, dass er einmal mehr mit einer Schulreform gescheitert ist. «In der Vorlage ist alles aufgenommen, was die Schulleitungsgegner in ihrem Positionspapier gegen die Schulleitungen seinerzeit gefordert haben. Daher ist es unverständlich, dass die Bürgerlichen auf die Vorlagen nicht eintreten wollten und das Parlament sie an die Kommission zurückgewiesen hat.»

Der Kanton Schaffhausen ist der einzige Kanton, der nicht flächendeckend – also in allen Gemeinden - Schulleitungen hat. Ein Teil der Schaffhauser Gemeinden hat geleitete Schulen. Die Stadt Schaffhausen allerdings nicht.

Enttäuschung und Ratlosigkeit unter den Lehrern

Nachdem das Parlament der Stadt Schaffhausen die Mini-Refom zurückgewiesen hat, lässt die Entlastung der Lehrer und Lehrerinnen wieder auf sich warten. Die Befürchtung ist nun gross, dass die Lehrkräfte in andere Kantone abspringen könnten. Auch die Schulvorsteher haben Bedenken. Diese bekommen keine zusätzliche Zeit und keine zusätzlichen Kompetenzen für ihre Arbeit. Das sei eine unerfreuliche Perspektive, sagt Roland Kammner, Schulvorsteher im Schulhaus «Breiti».