Rekordgewinn und Rekordboni bei Tamedia

Das Zürcher Medienunternehmen hat auch 2015 in seinem Kerngeschäft, den Zeitungen, weniger Umsatz gemacht. Dank eines einmaligen Sondereffekts schliesst Tamedia das Geschäftsjahr aber mit einem Rekordgewinn von 334 Millionen Franken ab. Das zahlt sich auch für die Angestellten aus.

Blick in die Redaktionsräume der Pendlerzeitung 20 Minuten mit vier blauen Zeitungsboxen im Vordergrund. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dank Sondereffekten zum Rekordergebnis - in seinem Kerngeschäft hatte das Zürcher Medienhaus aber zu kämpfen. Keystone

Laufen bei Tamedia die Geschäfte gut, erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Gewinnbeteiligung. Der Verteilschlüssel ist dabei seit dem Börsengang im Jahr 2000 immer derselbe. Durch den Rekordgewinn im Jahr 2015 in der Höhe von 334 Millionen Franken – eine Verdoppelung zum Vorjahr – gibt es jetzt eine Prämie von 6200 Franken pro Person und Vollzeitpensum.

Noch stärker zahlt sich das positive Ergebnis für die Geschäftsleitung aus. CEO Christoph Tonini erhält einen Bonus von sechs Millionen Franken, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Die Aktionäre sollen mit einer unveränderten Dividende von 4 Franken 50 pro Aktie am Ergebnis beteiligt werden.

Digitalbereich wächst, aber nicht genug

Das Zürcher Medienhaus konnte 2015 bei den Digitalaktivitäten wachsen. Das Wachstum vermochte die Einbussen im Printbereich aber nicht vollumfänglich zu kompensieren, teilt Tamedia mit. So habe sich der Rückgang im Anzeigenverkauf bei den gedruckten Medien weiter beschleunigt.

Und trotzdem bleibt das Jahr 2015 dasjenige mit dem besten Ergebnis seit der Gründung 1893. Der Grund ist ein Sondereffekt: Durch die Beteiligung von Tamedia an einer Swisscom-Tochter wurde die Plattform search.ch neu bewertet, höher bewertet. Dadurch konnte Tamedia einen Aufwertungsgewinn von 210 Millionen Franken verbuchen.