Rentner blitzen beim Schaffhauser Kantonsrat ab

Sie wollten mehr Einfluss bei der kantonalen Pensionskasse. Und sie wollten, dass eine bestehende Reserve für den Teuerungsausgleich verwendet wird. Doch die Rentnerinnen und Rentner hatten mit ihrer Petition keinen Erfolg.

Die Pensionskasse des Kantons Schaffhausen wird verselbständigt. Die Rentner fühlen sich allerdings mit dem neuen Gesetz benachteiligt. So haben sie in der Verwaltungskommission lediglich eine beratende Stimme und keinen vollwertigen Sitz auf sicher. Der Kantonsrat hat eine Petition der Rentner im Sinne einer Gleichbehandlung aller Versicherten der Pensionskasse abgelehnt.

Solidarität höher gewichtet

Dazu gehört auch, dass ein bestehender Fonds von heute 8,6 Millionen Franken nicht ausschliesslich für die Sicherstellung des Teuerungsausgleiches bei den  Renten verwendet wird. Vielmehr soll damit die Unterdeckung der Pensionskasse ausgeglichen und eine Reserve gebildet werden. Alfred Schweizer, Präsident der über 3000 Pensionskassen-Rentner, spricht von einer Zweckentfremdung, der einen Teuerungsausgleich auf Jahre hinaus verunmögliche.

Auch hier gewichtete der Schaffhauser Kantonsrat allerdings die Solidarität aller Versicherten höher. Rentner sollen gegenüber den Aktiv-Versicherten nicht bevorzugt werden, wenn es um die Sanierung der Pensionskasse geht.

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